Entgeltliche Einschaltung
Plus

Gewessler will Asfinag-Projekte prüfen lassen: Für Mattle „starkes Stück"

  • Artikel
  • Diskussion (3)
Die Tiroler ÖVP befürchtet mit der Neubewertung das endgültige Aus für den geplanten, aber umstrittenen Tschirganttunnel.
© Böhm

Innsbruck – Umwelt- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat alle Neubauprojekte der Asfinag zumindest bis zum Herbst vorläufig auf Eis gelegt, um sie auf ihre Vereinbarkeit mit den Zielen des Regierungsprogramms zu überprüfen. Welche Projekte davon in Tirol betroffen sind, ist noch unklar. Das will das Land aber in den nächsten Tagen klären. Möglicherweise bedeutet es aber das endgültige Aus für den von der Asfinag ohnehin als negativ bewerteten Tschirganttunnel (275 Mio. Euro). Hinsichtlich der geplanten Freigabe des Pannenstreifens als dritte Spur zwischen Innsbruck und Zirl samt notwendiger baulicher Adaptierung (17 Mio. Euro) ist ebenfalls noch vieles unklar.

Entgeltliche Einschaltung

In Tirol regt sich jedenfalls bereits Kritik: „Wenn jetzt von Ministerin Gewessler bereits genehmigte und beschlossene Projekte der Asfinag nochmals gänzlich zur Debatte stehen, ist das schon ein starkes Stück“, betont Wirtschaftslandesrat Anton Mattle (VP). Bei langjährigen Projekten gehe es schließlich auch um Verlässlichkeit und Verbindlichkeit seitens der Politik über Wahltage hinaus, ist Mattle überzeugt. Deshalb habe er sich auch der Resolution aller WirtschaftslandesrätInnen angeschlossen. „Wenn das Schule macht, haben wir in Österreich in Bezug auf Großprojekte ein generelles Problem“, sagt Mattle.

Für den Wirtschaftslandesrat ist Tirol jedenfalls ebenso betroffen, denn: „Projekte wie der Tschirganttunnel, der in Verbindung mit dem Fernpass-Scheiteltunnel ein zentrales Element für die Verkehrsfrage im Außerfern darstellt, sind durch ein derartiges Vorgehen massiv gefährdet“, befürchtet Mattle.


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung