Deutscher Angeklagter (52) nach tödlichem Bootsunfall am Gardasee in Haft

Beim Bootsunfall am Gardasee am 19. Juni kamen zwei junge Italiener ums Leben. Zwei Männern aus Deutschland wird vorgeworfen, nach dem Zusammenstoß der beiden Boote nicht angehalten zu haben. Die beiden sind in der Folge nach Deutschland zurückgekehrt. Nun hat sich einer der Beschuldigten gestellt.

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Der Unfall geschah in der Region um Salò.
© Robert Parigger

Rom, Brescia – Nach dem tödlichen Bootsunfall auf dem Gardasee in Norditalien, bei dem am 19. Juni zwei junge Italiener ums Leben gekommen sind, hat sich ein deutscher Beschuldigter am Montag der italienischen Polizei in Südtirol gestellt. Der 52-jährige Münchner, der mit einem europäischen Haftbefehl gesucht worden ist, kam zur Polizei in Sterzing und wurde in Begleitung seines Verteidigers nach Brescia geführt, wo er in Untersuchungshaft genommen wurde, berichteten italienische Medien.

Der Deutsche und ein Freund stehen im Verdacht, mit ihrem Motorboot gegen das kleine Boot eines italienischen Paars geprallt zu sein. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, nicht angehalten zu haben, um zu helfen. Eine 25-jährige Frau und ihr 37 Jahre alter Begleiter kamen beide ums Leben. Die beiden Münchener durften zwar kurz nach dem Unfall wieder nach Deutschland zurückreisen, doch die italienische Justiz erließ einen europäischem Haftbefehl, um sie wieder nach Italien zu holen.

Das Motorboot mit den Deutschen war Ermittlungen zufolge in der Nacht mit dem Kahn kollidiert, in dem das Paar aus der Region um Salò, am Westufer des Gardasees, saß. Ein Mann hatte am Sonntag das kleine Boot mit dem toten 37-Jährigen darin entdeckt. Stunden später bargen Taucher die Leiche der Frau aus dem Gardasee. (APA)


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