Anteil von E-Autos an Neuzulassungen in Deutschland steigt weiter

Immer mehr der neu zugelassenen Autos sind elektrisch oder zumindest teilweise elektrisch betrieben. Zweiteres, sogenannte Hybride, legten um 153 Prozent zu. Reine Elektroautos wurden dreimal so oft verkauft.

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(Symbolfoto)
© Thomas Böhm

Berlin – Bei immer mehr Neuwagen in Deutschland handelt es sich um reine Elektroautos: Insgesamt rund 149.000 Batterie-Antriebe kamen im ersten Halbjahr 2021 neu auf die Straße, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag mitteilte. Das waren mehr als dreimal so viele E-Autos wie noch im Vorjahreszeitraum. Mehr als jeder zehnte Neuwagen hatte damit einen Elektromotor. Hybrid-Fahrzeuge legten um rund 153 Prozent auf 76.564 Pkw zu.

Noch im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres lag der Anteil von E-Autos in Deutschland gerade einmal bei 3,5 Prozent an allen Neuzulassungen. Die Coronakrise hatte den gesamten Autoabsatz damals einbrechen lassen.

Mehr Ladepunkte müssen her

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) bewertet die steigende Zahl alternativer Antriebe als großen Erfolg. "Allerdings muss die Ladeinfrastruktur aufholen", teilte VDA-Präsidentin Hildegard Müller mit. "Bis 2030 braucht Deutschland mehr als eine Million Ladepunkte für E-Pkw und E-Transporter und damit erheblich mehr Anstrengungen."

Inzwischen hat sich der Automarkt in Deutschland wieder erholt, allerdings nur langsam. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1,39 Millionen Autos neu zugelassen. Das sind knapp 15 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Aber: "Die Neuzulassungen bleiben 2021 noch deutlich unter dem Niveau vor Beginn der Coronapandemie", teilte der Präsident des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Reinhard Zirpel, am Montag mit.

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Die Spitze der deutschen Marken nahm Smart (plus 211,6 Prozent) ein, gefolgt von Opel (plus 69,3 Prozent) und VW (plus 46,1 Prozent). Einbußen gab es unterdessen bei Ford (minus 27,1 Prozent) und Mercedes (minus 19,3 Prozent). Die höchsten Zulassungsraten bei den Importmarken erreichten Tesla (plus 431 Prozent) und Suzuki (plus 210 Prozent). (APA, dpa, Reuters)


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