Nach 37 Jahren: Alles neu im Innsbrucker Schwurgerichtssaal

Ort der Gerechtigkeit: Der Innsbrucker Schwurgerichtssaal wurde runderneuert.

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Freudentag für die Tiroler Justiz: Nach 37 Jahren wurde der Innsbrucker Schwurgerichtssaal runderneuert.
© De Moor

Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Der Schwurgerichtssaal im Innsbrucker Landesgericht ist ein Ort mit Symbolkraft. Seit 1851 werden Schwurgerichte im Land Tirol im Dienste der Strafrechtspflege bei Sonderdelikten und nach Schwerkriminalität tätig. Im bisherigen Schwurgerichtssaal traten seit April 1984 so Hunderte Mörder vor die Berufs- und Laienrichter. Nicht nur aufgrund von aufsehenerregenden Großprozessen wurden zuletzt jedoch bauliche Unzulänglichkeiten offensichtlich.

Der jahrelange Justiz-Sparkurs vereitelte schnelle Abhilfe. Letztes Jahr gelang OLG-Präsident Klaus Schröder jedoch der budgetäre Durchbruch für eine runderneuerung des Schwurgerichtssaals. Mit Spitzen der Justiz, Rechtsanwälten und Polizei wurde gestern gefeiert.

OLG-Präs. Schröder (r.) übergab LG-Präs. Salcher den Schlüssel.
© De Moor

Am auffälligsten: Der einst düstere Saal erstrahlt durch neue LED-Lichttechnik nun regelrecht. Dazu wurde auch die Technik samt Mikrofonanlage den Zeiten der Digitalisierung angepasst. Der Pandemie geschuldet ist zudem wohl eine komplett neue Belüftungsanlage. Paneele aus Schafwolle sollen Raumklima und Akustik verbessern.

Am wichtigsten: Diejenigen, die nach Stunden des Zuhörens noch Recht sprechen sollen, sitzen nun viel bequemer. So wurde die Geschworenenbank ausgebaut. Auch Richter, Staatsanwälte und Verteidiger freuen sich über komplett neue Plätze.

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