Wirtschaft fordert Lösungen in Sachen Verkehr in Innsbruck

Obleute der Wirtschaftskammern Innsbruck-Stadt und -Land vermissen Zukunftsprojekte zum Verkehr in der Landeshauptstadt.

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Die Wirtschaftskammer-Bezirksobmänner Patrick Weber und Franz Jirka (r.) fordern Verkehrslösungen für Innsbruck.
© Angerer

Innsbruck – „Die beiden Bezirke sind so stark verbunden wie sonst keine anderen in Tirol“, sagt Patrick Weber, Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Innsbruck-Land. Gemeinsam mit seinem Kollegen Franz Jirka, Bezirksobmann Innsbruck-Stadt, betont er die immer wichtiger werdende Zusammenarbeit der beiden Bezirke.

„Es leben 312.000 Menschen in den beiden Bezirken und wir verzeichnen einen großen Zuzug“, erklärt Weber. Es gebe vor allem drei Bereiche, welche den Wirtschaftstreibenden in der Region unter den Nägeln brennen. Es sind dies die Themen Raumordnung, Verkehr und die Standortplanung. Vor allem der Verkehr werde immer mehr zum Problem.

„Alle auf die Räder geht nicht“

„Auch wenn das vielleicht erwartet wird, aber wir wettern nicht gegen die grüne Stadtpolitik“, schickt Jirka voraus, um dann allerdings nachzulegen: „Nicht, dass man uns falsch versteht: Wir wollen nicht mehr Autos in der Stadt haben, aber wenn die Menschen nicht mehr in die Stadt kommen, haben wir ein Problem.“ Die Kunden müssten zu den Geschäften und Firmen kommen, sonst sei Wirtschaften unmöglich.

Jirka und Weber gehen davon aus, dass der Zuzug in die Region bis 2030 weiter anhalten wird. Es dürfe daher nicht passieren, dass die Verkehrsplanung der Entwicklung nachhinkt. „Wir sehen ja jetzt schon bei den Einfahrtsstraßen, was sich hier täglich abspielt“, sagt Weber. Wenn Mitarbeiter und Kunden aus den Umlandgemeinden mehr als eine Stunde in die Stadt brauchen, dann sei dies eindeutig zu lange. Und für Jirka ist eines auch klar: „Alle auf die Räder geht nicht.“

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Jirka fehlen die dringend notwendigen „Zukunftsprojekte“, wie er sagt. Einen Teil der Lösung sieht Jirka in Park-&-Ride-Plätzen. Diese würden den Verkehr in der Stadt reduzieren – und die Menschen könnten mit den Öffis in die Stadt kommen. Konkrete Vorschläge für einen Park-&-Ride-Standort präsentiert Jirka keine. „Ich habe da schon Ideen im Kopf, aber da gibt es Berufenere als mich“, sagt Jirka. Kirchturmdenken ist hier laut Jirka fehl am Platz, und für ihn muss eine Park-&-Ride-Anlage auch nicht auf der flachen Wiese entstehen. Für Weber wäre der Ausbau der Parkplätze bei den Bahnhöfen ein Ansatz, das Park-&-Ride-System auszubauen.


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