Zwei österreichische Alpinisten im Mont Blanc-Massiv gerettet

Die beiden Alpinisten steckten während des Abseilens fest, einer an einem Standplatz und der andere an der Wand hängend, nachdem der erste Mann seine Seile durch den Wind verloren hatte. Ein Rettungseinsatz unter schwierigsten Bedingungen begann.

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Blick auf das Mont Blanc Massiv.
© Fabrice COFFRINI / AFP

Aosta/Wien - Zwei österreichische Alpinisten, die auf dem "Zahn des Riesen", einem imposanten Viertausender in der Mont Blanc-​Gruppe an der Grenze zwischen Italien und Frankreich in Schwierigkeiten geraten sind, sind am Dienstagabend in einer mehrstündigen Rettungsaktion in Sicherheit gebracht worden. Die beiden Männer sind wohlauf, über ihre Herkunft in Österreich gab es keine Angaben.

Die beiden Alpinisten steckten während des Abseilens fest, einer an einem Standplatz und der andere an der Wand hängend, nachdem der erste Mann seine Seile durch den Wind verloren hatte. Da sie nicht mehr weiterkommen konnten, riefen sie um Hilfe. Angesichts der schwierigen Wetterbedingungen mit starkem Wind und einer Wolke, die die Sicht einschränkte, konnte der Hubschrauber nicht eingreifen und die Rettungsteams mussten den Aufstieg auf der normalen Route unter erschwerten Bedingungen bewältigen.

Einsatz unter schwierigsten Bedingungen

Nachdem sie die Bergsteiger erreicht hatten, begleiteten die Rettungsteams die Österreicher beim Abstieg mit Doppelseilen bis zum Fuß des "Zahn des Riesen". Von hier aus wurden sie, unterstützt von einem weiteren Rettungsteam, zur Schutzhütte Torino gebracht, wo sie die Nacht verbrachten.

"Dieser Einsatz fand unter schwierigsten Bedingungen statt. Es war keineswegs selbstverständlich, dass die Rettungsaktion gelingen würde, denn die Bedingungen, unter denen die Mitglieder des Rettungsteams den Berg besteigen mussten, waren sehr problematisch", kommentierte Paolo Comune, Direktor des Rettungsteams im Aostatal.

Es war der dritte Einsatz der Rettungsteams im Aostatal seit dem Wochenende. Am Sonntag waren zwei Italienerinnen in den Alpen an der italienisch-schweizerischen Grenze auf mehr als 4000 Metern Höhe erfroren. Ein Mann wurde unterkühlt und mit Erfrierungen in der Nacht auf Sonntag in ein Krankenhaus in der Schweiz geflogen. Die drei waren auf dem Monte Rosa in den Walliser Alpen unterwegs. Sein höchster, in der Schweiz liegender Gipfel ist die Dufourspitze auf mehr als 4630 Metern über dem Meeresspiegel. (APA)


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