Djokovic bleibt weiter auf Grand-Slam-Kurs, Federer scheiterte an Hurkacz

Novak Djokovic gab sich am Freitag im Viertelfinale von Wimbledon keine Blöße. Die Nummer eins des Turniers besiegte den Ungarn Marton Fucsovics in drei Sätzen. Nächster Gegner: der Kanadier Denis Shapovalov. Für Roger Federer kam unterdessen das Aus. Sein Bezwinger Hubert Hurkacz trifft im zweiten Halbfinale auf den Italiener Matteo Berrettini.

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Novak Djokovic steht in Wimbledon einmal mehr im Halbfinale.
© GLYN KIRK

London – Novak Djokovic ist am Mittwoch souverän als erster Spieler ins Halbfinale der mit 35,02 Millionen Pfund dotierten All England Tennis-Championships in Wimbledon eingezogen. Der topgesetzte Serbe besiegte den Rublew-Bezwinger Marton Fucsovics aus Ungarn sicher mit 6:3,6:4,6:4 und hat damit im Turnierverlauf weiterhin nur einen Satz abgegeben. Djokovic fehlen damit nur noch zwei Siege zum 20. Major-Titel, womit er mit Roger Federer und Rafael Nadal gleichziehen würde.

Im Halbfinale am Freitag trifft der 34-jährige Serbe, der dieses Jahr schon die Australian Open und die French Open gewonnen hat, auf Denis Shapovalov (CAN-10). Der Kanadier rang den Russen Karen Chatschanow in fünf Sätzen 6:4,3:6,5:7,6:1,6:4 nieder. Holt der "Djoker" seinen sechsten Wimbledon-Titel, dann bleibt er auf Kurs "echter" Grand Slam. Alle vier Major-Turniere innerhalb eines Kalenderjahres zu gewinnen, das ist bisher nur Don Budge (USA/1938) und Rod Laver (AUS/1962, 1969) gelungen.

Für den Weltranglistenersten war der Sieg ein Jubiläum, war es doch der 100. Profisieg auf Rasen. Der gelang dem Titelverteidiger in seinem 50. Grand-Slam-Viertelfinale. "Ich bin mir einiger Zahlen bewusst. Manchmal sehen die Dinge irreal aus, aber ich versuche im Moment zu leben", sagte Djokovic. Gegen Fucsovics habe er eine "solide Leistung" gebracht. "Ich habe nicht viel falsch gemacht."

Hurkacz schaltet Federer aus

Roger Federer unterlag am Abend Hubert Hurkacz mit 3:6,6:7(4),0:6. Der achtfache Wimbledon-Champion Federer verpasste seine 14. Halbfinal-Teilnahme am "Heiligen Rasen", auch da er seine Chancen gegen den Polen Hurkacz - vor allem im zweiten Satz - nicht nutzen konnte. Am Ende war die Nummer sechs des Turniers einen Monat vor dem 40. Geburtstag chancenlos. Die langjährige Nummer eins der Welt hat nach zwei Knieoperationen in diesem Jahr nur wenige Spiele bestritten.

Hurkacz hingegen hat mittlerweile den Sprung auf Rang 18 im Ranking geschafft und kann sich mit einem Erfolg im ersten Grand-Slam-Halbfinale weiter nach vor arbeiten. Gegner dabei ist der Italiener Matteo Berrettini, der Felix Auger-Aliassime (CAN-16) 6:3,5:7,7:5,6:3 bezwang. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin so glücklich", verlautete der 24-jährige Hurkacz nach seinem größten Karriereerfolg. (APA, dpa, TT.com)


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