Sechs Wölfe in Tirol nachgewiesen, 200 tote Schafe gemeldet

Die Schafsrisse sind zum Großteil bereits genetisch bestätigt einem großen Beutegreifer zuordenbar. Bären sind für ein Viertel der Risse verantwortlich, drei Bären dürften derzeit in Tirol sein.

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Sechs verschiedene Wölfe wurden heuer in Tirol nachgewiesen.
© dpa

Innsbruck – Das Land Tirol hat am Donnerstag vor Beschluss der Änderung des Tiroler Almschutz- und Jagdgesetzes für einen leichteren Abschuss von Wolf und Bär im Tiroler Landtag eine Bilanz gezogen: Sechs verschiedene Wölfe wurden heuer in Tirol nachgewiesen. 200 tote Schafe wurden gemeldet, "die zu einem Großteil bereits genetisch bestätigt einem großen Beutegreifer zuzuordnen sind", 100 weitere Tiere seien abgängig. Für ein Viertel der Risse dürfte ein Bär verantwortlich sein.

Es wurde davon ausgegangen, dass sich derzeit drei Bären - zwei im Oberland und einer in Osttirol - aufhalten. Bei toten Schafen in Anras etwa, konnte die DNA eines Bären nachgewiesen werden. In den vergangenen Tagen wurden Risse im Pitztal, Ötztal und Verwalltal sowie in Osttirol gemeldet.

Bei der Landtagssitzung am Donnerstag soll über einen Dringlichkeitsantrag der schwarz-grünen Landesregierung die Einrichtung eines Fachkuratoriums beschlossen werden, das über den Umgang mit auffälligen Tieren entscheiden soll. Zudem soll das Almgebiet kategorisiert werden, sodass Gebiete definiert werden können, in denen Herdenschutz möglich ist.

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