Plus

Kiefersfelden streckt Hand aus: Bäderallianz soll Grenze überwinden

Kiefersfeldens Bürgermeister Gruber möchte für Innsola-Betrieb die Tiroler Nachbarn gewinnen.

  • Artikel
  • Diskussion
Das Kiefersfeldener Innsola ist auch bei Tirolern beliebt.
© M. Hörhager/Innsola

Von Wolfgang Otter

Kiefersfelden, Kufstein – Während im Tiroler Unterland über den Bau eines Schwimmleistungszentrums in Langkampfen diskutiert wird und man die Voraussetzungen für die Realisierung während des Sommers prüft, lässt ein Vorschlag aus Bayern aufhorchen. In der Kufsteiner Nachbargemeinde Kiefersfelden wünscht sich Bürgermeister Hajo Gruber eine Schwimmbadallianz mit den Gemeinden der Unteren Schranne. Die bayerische Grenzgemeinde betreibt das Hallenbad Innsola samt Saunawelt. Den Finanzchef im Rathaus drücken aber die Ausgaben. „Wir hatten bereits bis zu 800.000 Euro im Jahr auszugleichen“, berichtet Bürgermeister Hajo Gruber. Mittlerweile konnte der Gemeindezuschuss auf 400.000 Euro gedrückt werden, aber trotzdem „kann sich eine 7000-Einwohner-Gemeinde, wie wir eine sind, das auf Dauer nicht leisten“. Gruber konnte bereits den Rosenheimer Landrat Otto Lederer für sich gewinnen, dass sich dieser um Finanzmittel umschaut. Zudem wäre für ihn eine Tiroler Beteiligung naheliegend. Rund 45 Prozent der jährlichen 100.000 Innsola-Besucher kommen nämlich von dort, der Großteil davon aus Kufstein. In welcher Form diese Beteiligung stattfinden könnte, will Gruber ausknobeln, „wenn die prinzipielle Bereitschaft signalisiert wird“. Gespräche sollen jetzt folgen.


Kommentieren


Schlagworte