Polizei entdeckte in Innsbrucker Garage Spielhölle mit 21 Automaten

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Bisher wurden die vom Strafamt beschlagnahmten Spielautomaten von einem Haller Recyclingunternehmen verschrottet.
© zeitungsfoto.at

Innsbruck – Nach zahlreichen Polizeirazzien in den vergangenen Jahren sind illegale Spiellokale aus dem Innsbrucker Straßenbild verschwunden. Nicht aber aus der Stadt, wie Beamte des Strafamtes (Landespolizeidirektion) kürzlich herausfanden. Die Polizisten entdeckten gut versteckt mitten im Innsbrucker Zentrum eine verbotene Spielhölle mit 21 Automaten. „Von wem die Geräte betrieben wurden, wissen wir noch nicht“, sagt dazu Strafamtsleiter Toni Hörhager: „Wir ermitteln aber noch.“

Vom Geheimtreff für Spieler haben die Beamten durch einen anonymen Hinweis erfahren. Und dieser Hinweis führte Hörhager und Kollegen in eine Tiefgarage in der Nähe des Innsbrucker Hauptbahnhofs. „Dort befand sich auch eine versperrte Garagenbox, die Platz für einen Pkw bietet“, erzählt der Leiter des Strafamtes. Als die Beamten die Tür der Box aufbrachen, blinkten ihnen 21 illegale Spielautomaten entgegen. „Alle Geräte waren an die Stromversorgung angeschlossen und spielbereit“, so Hörhager weiter: „Spieler waren allerdings nicht anwesend.“

In der Folge tauschten die Polizisten das Schloss aus und brachten das Amtssiegel am Eingang der Box an. Die Automaten blieben vorerst an Ort und Stelle. Für den Betreiber besteht somit keine legale Möglichkeit, zu den Geräten zu gelangen. „Es sei denn, er meldet sich bei uns“, erklärt Hörhager: Doch das sei bisher nicht geschehen.

Somit ist weiterhin unklar, wer das illegale Spielcasino in der Tiefgarage eingerichtet und betrieben hat. Eine Antwort auf diese Frage erhoffen sich die Beamten vom Mieter der Garagenbox. Doch auch dieser konnte bisher nicht befragt werden. Die Ermittlungen sind noch im Gang.

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Gleichzeitig hat das Strafamt ein Verfahren zur Beschlagnahme der Automaten eingeleitet. In der Vergangenheit endeten derartige Verfahren immer in der Schrottpresse eines Haller Recycling-Unternehmens. „Wenn der Besitzer der Automaten unbekannt bleibt, müssen wir mit der Verschrottung der Geräte drei Jahre warten“, erklärt Hörhager die Rechtslage. (tom)


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