Begegnungszone im Anrollen: Areal um Messe Innsbruck ganz neu

Die Straßenraum-Neugestaltung beim künftigem Bahnhalt Innsbruck-Messe nimmt Fahrt auf.

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Während der Bau der Haltestelle in die Zielgerade biegt, starten jene der Begegnungszone und neuer Wege auf beiden Seiten der Bögen.
© IKM/Giuliani

Innsbruck – Im Zuge des Neubaus der ÖBB-Haltestelle „Innsbruck-Messe“ hat nun auch die umfassende Neugestaltung des Straßenraums zwischen Messe und Viaduktbögen begonnen. Die Arbeiten sollen bis November abgeschlossen sein, die budgetierten Kosten für Tiefbau und Grünraumgestaltung betragen 1,8 Mio. Euro. Gestern stellten Stadt und ÖBB die Details gemeinsam vor.

Als wichtigste Neuerung wird die Ing.-Etzel-Straße zwischen Claudia- und Bienerstraße zur verkehrsberuhigten Begegnungszone mit ebener Verkehrsfläche und Tempo 20 für Auto- und Radfahrer. Um die Geschwindigkeit zu senken, wird der geradlinige Straßenverlauf gekrümmt. Zudem soll ein engerer Einfahrtsradius eine Art „Torwirkung“ erzeugen und so die Verkehrsteilnehmer auf die Begegnungszone aufmerksam machen.

Der Gehbereich auf Seite der Bögen wird auf achteinhalb Meter verbreitert, eine neue Baumreihe nach dem „Schwammstadtprinzip“ gepflanzt. Dabei wird das Wasser nicht im Kanal abgeleitet, sondern versickert im Boden, um so die Lebensfähigkeit der Bäume zu stärken. Die breiten Gehflächen sollen flexibel als Gastgärten genutzt werden. Ziel sei neben mehr Verkehrssicherheit auch eine Belebung der Messe-Bögen, betont Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl (Grüne).

Um die Auf- und Abgänge zum neuen S-Bahn-Halt – in den die ÖBB ca. 10 Mio. Euro investieren – gut anzubinden, wird die Ostseite des Bahnviadukts mit einer neuen Fuß-Radweg-Verbindung zwischen Bienerstraße und Zeughausgasse erschlossen, parallel zur Bahnstrecke. Eine weitere Abzweigung führt Richtung Dreiheiligen, direkt in die Kapuzinergasse.

Die im Norden des Messeparks verlaufende Siebererstraße wird, wie berichtet, im Rahmen des Projekts „cool-INN“ für den motorisierten Verkehr aufgelassen, anstelle des Straßenstücks entsteht ein gemischter Fuß-Radweg.

2022 folgt auch ein Umbau der Zeughausgasse: Der nördliche Teil wird zu einer Einbahnstraße umgestaltet, mit einem in beide Richtungen befahrbaren Radstreifen. Einer der beiden offenen Bögen steht nur dem nichtmotorisierten Verkehr zur Verfügung. Auf der Nordseite bleibt ein Längsparkstreifen erhalten. (TT)


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