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PCR-Testungen: Lab Truck beschäftigt Politik in Tirol und in Wien

Das Land hat PCR-Testungen neu ausgeschrieben, mehrere Anbieter dürften sich das Auftragsvolumen von 39 Mio. Euro teilen.

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Der Lab Truck sorgte für politische Aufregung. Die Laborleistungen wurden neu ausgeschrieben, mehrere Anbieter kommen zum Zug.
© HG Pharma

Innsbruck, Wien – Die Vergabe von PCR-Testungen an die Firma HG Lab Truck sorgte im Mai für heftige politische Debatten. Schließlich hat das Land den Auftrag ohne Ausschreibung vergeben, wegen Ungereimtheiten rund um die Person von Firmenchef und Geschäftsführer Ralf Herwig hat sich dieser aus der Firma zurückgezogen. Bis Ende Mai wurden rund 291.000 Tests ausgewertet, dafür hat das Land knapp 12 Mio. Euro bezahlt, der Bund hat bisher 7,2 Mio. Euro dafür refundiert.

Die Österreichische Ärztekammer hat über den Urologen Ralf Herwig Anfang März wegen anhängiger Verfahren ein vorläufiges Berufsverbot verhängt, das Land Tirol wurde davon am 30. April informiert. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft prüft indes einen Anfangsverdacht wegen des Verdachts des schweren Betrugs. Es geht vor allem um die Frage der Laborleitung. Auch der Landesrechnungshof befasst sich mit Lab Truck.


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