Ortskernrevitalisierung in Landeck: Dreiländer-Impuls mit 820.000 Euro

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Ortskernrevitalisierung in Landeck: Auch das markante Richterhaus an der südlichen Stadteinfahrt scheint in der aktuellen Projektliste auf.
© Wenzel

Landeck – Laut Bundesumweltamt werden österreichweit Flächen in der Größe von 20 Fußballfeldern verbaut – nicht jährlich, sondern täglich. Einkaufszentren und Wohnanlagen entstehen am Siedlungsrand, Ortskerne verwaisen. In zahlreichen Tiroler Gemeinden breiten sich ebenfalls Leerstände aus.

Eine mögliche Gegenstrategie liegt in der Ortskernrevitalisierung. Im Bezirk Landeck sowie in der Terra-Raetica-Region fällt die Strategie seit mehreren Jahren auf fruchtbaren Boden, mehr als ein Dutzend Projekte konnten erfolgreich realisiert werden.

„Es geht um eine zeitgemäße Nutzung der Leerstände. Es ist auch eine Möglichkeit, den Verbrauch neuer Flächen einzudämmen“, sagt Harald Kröpfl, Koordinator für Ortskernrevitalisierung im Bezirk Landeck. Auf Kröpfl warten neue Projekte, etwa das Richterhaus an der Südeinfahrt von Landeck. Unter dem Motto „Vom Leerstand zu Lebensqualität im Ortskern“ sind auch im Vinschgau derartige Aktivitäten geplant.

Diese und weitere Förderprojekte mit einem Gesamtvolumen von 820.000 Euro hat der Interreg-Rat Terra Raetica (Gremium der Entscheidungsträger) kürzlich in Landeck verabschiedet. Der Fördermittel-Anteil liegt bei 580.000 Euro, das Geld steuern EU, Bund und Land Tirol bei. Förderregion ist der Grenzraum „Terra Raetica“ mit den Bezirken Landeck und Imst, Vinschgau, Engadin und Val Müstair. Ansprechpartner bei der Projektabwicklung ist einmal mehr das Landecker Regionalmanagement regioL. (hwe)


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