Besondere Studienleistungen: Doktorwürde „sub auspiciis“ verliehen
Innsbruck – Hervorragende Studienleistungen werden in Österreich mit einer „Promotio sub auspiciis Praesidentis rei publicae“ (Promotion unter den Auspizien des Bundespräsidenten), abgekürzt auch „Sub-auspiciis-Promotion“, ausgezeichnet, der höchstmöglichen Auszeichnung von im Studium erbrachten Leistungen. Entsprechend streng sind auch die Voraussetzungen: Die Klassen der Oberstufe einer höheren Schule müssen mit Auszeichnung absolviert werden, ebenso die Matura und die einschlägigen Studien. Zudem müssen die Dissertation und sämtliche Rigorosen bzw. die Abschlussprüfung mit der Note „Sehr gut“ bewertet werden. Sichtbares Zeichen für diese besondere Form der Promotion ist ein Ehrenring, den die Promovierenden erhalten.
Mikrobiologin Nadine Präg und Archäologe Matthias Hoernes haben diese Voraussetzungen erfüllt. In Vertretung des Bundespräsidenten verlieh ihnen LH Günther Platter den Ehrenring.
Die Feldkircherin Nadine Präg hat in Innsbruck Biologie und Mikrobiologie studiert. In ihrer Doktorarbeit untersuchte sie, wie sich die Klima- und Landnutzungsänderungen auf die Diversität von Mikroorganismen in Böden auswirken. Der Rumer Matthias Hoernes hat in Innsbruck Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Altertumskunde studiert. Seit März ist er Postdoc-Universitätsassistent am Institut für Klassische Archäologie der Universität Wien. (TT)