Schwarz-Grün am Ende? Tiroler FPÖ für vorgezogene Wahl gerüstet

FP-Chef Abwerzger schließt Koalition mit Platter-ÖVP aus. Je eher gewählt wird, desto besser, sagt Liste-Fritz-Obfrau Haselwanter-Schneider.

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Abwerzger wird seine Partei in die Landtagswahl führen, er sieht Schwarz-Grün in Tirol am Ende.
© Rachlé

Von Peter Nindler

Innsbruck – Vor der letzten Regierungssitzung nimmt die Debatte über eine mögliche Vorverlegung der Landtagswahl von Anfang 2023 auf Herbst 2022 Fahrt auf. Schwarz-Grün hält nichts davon, die Opposition hingegen geht davon aus, dass früher gewählt wird. SPÖ-Vorsitzender Georg Dornauer stellt sich im Mai nächsten Jahres in der SPÖ der Wiederwahl, zugleich will er seine Partei in die Wahl führen.

„Wir sind jedenfalls personell und finanziell bestens gerüstet, wann immer die Wahlen kommen. Koalitionsaussage wird es von mir keine geben, nur eine, wir wollen eine Koalition mit der Tiroler Bevölkerung, deshalb kann ich eine Koalition mit der Platter-ÖVP ausschließen“, betont auch FPÖ-Parteichef Markus Abwerzger. Nach dem Zustand der schwarz-grünen Landesregierung hätte es schon vor spätestens einem Jahr Neuwahlen geben müssen, ist Abwerzger überzeugt. Das System von LH Günther Platter (ÖVP) und seiner Stellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) sei klar am Ende.

Je früher, desto besser, spricht sich Liste-Fritz-Parteiobfrau Andrea Haselwanter-Schneider ebenfalls für einen früheren Wahltermin aus. „An uns wird es sicher nicht scheitern. Die Ambitionen von Schwarz-Grün waren von Anfang an nicht sehr groß, jetzt ist die Luft endgültig heraußen.“ Die Liste Fritz sei jedenfalls auf Wahlen vorbereitet, diese Woche beginnt sie wieder ihre Sommertour durch Tirol.

In der ÖVP hat sich Platter bereits deklariert: Er wird noch einmal Spitzenkandidat für die Landtagswahl sein und nimmt damit seine vierte Amtszeit als Landeshauptmann ins Visier. Seit Juli 2008 ist er Chef der Landesregierung. Bei den Grünen gibt es hingegen noch Spekulationen. „Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich mich für die Landtagswahl 2023 noch einmal als Spitzenkandidatin bewerben werde“, sagte Ingrid Felipe heuer zu Jahresbeginn. Bis spätestens Frühjahr 2022 dürfte sie sich jedoch deklarieren.

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