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Außerferner Fußball-Verantwortlicher für Kinder in einem Slum Nairobis

Der Außerferner Trainer Lukas Mott (25) stellt sich zwei Jahre lang einer besonderen Aufgabe im Herzen Afrikas.

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Lukas Mott wird zwei Jahre in Nairobi arbeiten. Der Lermooser hat im Juni seine neue Arbeitsstätte in der Slumsiedlung Korogocho bezogen.
© Acakoro

Von Helmut Mittermayer

Lermoos, Nairobi – Den Ruf „Muzungu, Muzungu“ hört Lukas Mott, wenn er vom Fußballplatz durch die geschäftige Straße des Slums Korogocho marschiert. „Ein Weißer, ein Weißer“ ist in diesem Teil der kenianischen Hauptstadt Nairobis tatsächlich eine Bemerkung wert, so selten verirrt sich ein Europäer in die Wellblechhüttenstadt mit ihren Zehntausenden Bewohnern. Die Muzungu-Rufe werden bald gänzlich verstummen. Mott wird bleiben, mindestens zwei Jahre. Der Lermooser hat sich entschieden, als „Head of Sports“ in der Acakoro Football Academy in Nairobi zu arbeiten. Der Außerferner, der zuletzt zweieinhalb Jahre beim SV Reutte als Nachwuchscoach tätig war, ist im Auftrag der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit Horizont 3000 dort.

Auf die TT-Frage, wie man als Tiroler Fußballenthusiast, Sportwissenschaftsstudent und Trainer gerade in Nairobi im drittgrößten Slum der Stadt landet, lacht Mott, der sich freut, am Telefon wieder einmal Deutsch sprechen zu können, auf: „Ja mei, die Sportdirektorenstelle war ausgeschrieben. Ich wollte den Bezirk Reutte einmal hinter mich bringen. Ich wurde genommen. Und mich reizt die soziale Aufgabe sehr.“


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