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Bauansuchen: Kufsteiner Wirt vier Jahre im Kreis geschickt

Der Wirt des Weinbergerhauses in Kufstein fühlt sich von Bauamt und Politik gepflanzt. 2016 brachte er ein Bauansuchen ein, erst heuer erfuhr er, dass die Widmung nicht passt.

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Tobias Siegl vor dem Weinbergerhaus. Bei Anträgen zu Modernisierung und Ausbau hört er den Amtsschimmel ganz laut wiehern.
© Siegl

Von Wolfgang Otter

Kufstein – Als Tobias Siegl 2016 das Bauamt im Rathaus Kufstein mit einem Bauansuchen betrat, hätte er sich nie vorstellen können, was da auf ihn zukommen wird. „Da begann eine Odyssee“, sagt er heute. Eine, die ihn bislang 50.000 Euro kostete – für Planung, Rechtsanwalt und Gutachter.

Doch der Reihe nach: Vor knapp fünf Jahren hat Siegl das traditionsreiche und bei Wanderern beliebte Weinbergerhaus am Brentenjoch auf 1272 Metern Seehöhe im Naturschutzgebiet Kaisergebirge übernommen, im direkten Anschluss an den Kaiserlift. Er habe bereits Bereiche modernisiert, aber es gebe noch viel zu tun. „Es betrifft die WC-Anlagen sowie Gasträume“, präzisiert Siegl. Zudem brauche er eine größere Betriebswohnung für sich. „Es ist nicht möglich, jede Nacht ins Tal zu fahren. Daher schlafen derzeit meine Frau, meine beiden Töchter und ich auf zirka 35 Quadratmetern“, schildert der Wahlkufsteiner die Situation.


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