Bewerbung als ORF-Chefin: Totzauer tritt gegen Wrabetz an

ORF 1-Channelmanagerin Lisa Totzauer bewirbt sich für den ORF-Generaldirektorenposten. In einem verlinkten Video meint sie mit Verweis auf ihre fast 25-jährige Laufbahn im größten Medienunternehmen des Landes: „Ich bin quasi ein Produkt des ORF."

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Lisa Totzauer während eines Interviews im September 2018 in Wien.
© HERBERT NEUBAUER

Wien – Bis dato hatte nur Alexander Wrabetz wissen lassen, dass er als ORF-Generaldirektor kandidiert; er amtiert als solcher seit 2007. Ausgeschrieben ist der Posten bis 28. Juli. Am 10. August wählen die 35 Stiftungsräte – die Türkisen und Türkis-Nahen haben die Mehrheit – den neuen Chef des öffentlichrechtlichen Rundfunks. Nun gibt es eine Gegenanwärterin. Die von der TT bereits im Mai genannte Herausforderin Lisa Totzauer tritt an. Via Twitter hat die "ORF 1"-Channel-Managerin kundgetan: "Ich darf euch meine Bewerbung als ORF-Generaldirektorin bekannt geben."

In einem verlinkten Video befindet sie, auf die fast 25-jährige Berufstätigkeit in diesem hiesigen TV-Unternehmen verweisend: "Ich bin quasi ein Produkt des ORF. Ich weiß, was es braucht." Sie wolle "das größte und wichtigste Medienunternehmen des Landes leiten – und in den kommenden Jahren in eine sichere Zukunft führen". Ihr schwebt ein ORF als "Medium, das für alle da ist", das dem Publikum verpflichtet sei und in Österreich gemacht werde, vor. Der ORF sei für "die Identität" der Bürger wichtig. Einsetzen wolle sie sich für eine Berichterstattung "auf höchstem Niveau" - ob im Bereich Information, Sport, Unterhaltung oder Kultur. Als weiterer Kandidat gilt Roland Weißmann, ORF-Vizefinanzdirektor und "Chefproducer Fernsehen".

Er war – wie des Kanzlers Medienbeauftragter Gerald Fleischmann – kürzlich bei einer Zusammenkunft türkiser Stiftungsräte in Wien. Als No-Go wurde das Treffen während der Ausschreibungsphase von den Grünen, dem Koalitionspartner der ÖVP, bewertet. (kale)

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