Vorplatz für Haus der Musik wird heute beschlossen

Im Stadtsenat gab es eine Mehrheit für das Projekt rund um das Haus der Musik. Die Details gib es erst nächste Woche. Die FPÖ ist sauer.

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Schon im Herbst könnten die Bauarbeiten rund um das Haus der Musik für die Vorplatzgestaltung beginnen.
© Böhm

Von Marco Witting

Innsbruck – Der Platz vor dem Haus der Musik – er wird neu gestaltet. Dafür fand sich gestern im Stadtsenat eine Mehrheit von Grün, FI, VP und SPÖ – nur die FPÖ war dagegen. Heute folgen noch der Finanzausschuss und der Gemeinderat. Das Projekt ist eine Weiterentwicklung der bereits 2018 grundsätzlich beschlossenen Neugestaltung im Bereich Rennweg/Vorplatz Hofburg/Universitätsstraße und soll 4,6 Millionen Euro kosten. Genaue Details werden erst kommende Woche präsentiert. Überraschend zurückhaltend zeigte sich gestern Verkehrsstadträtin Uschi Schwarzl (Grüne), die sich für das Projekt ja starkgemacht hatte. Die große Bühne für das Prestigeprojekt soll wohl geteilt werden.

Das Projekt lag lange in der Schublade. In den vergangenen Wochen machten die Grünen dann Druck, dass es zu einer schnellen Umsetzung kommt. Das ging vielen zu schnell. Intensiv wurde zuletzt verhandelt. Ein eigenes Sicherheitskonzept kommt wohl. Außerdem war zu hören, dass ab 15 Uhr der Platz zur Fußgängerzone werden könnte. Und in das Gesamtkonzept soll die Fläche bis zur Sillgasse miteinbezogen werden. All das blieb gestern aber unbestätigt – eben mit Verweis auf nächste Woche. Ob die zusätzlichen Wünsche und Adaptierungen, die laut BM Georg Willi eine nochmalige Verbesserung darstellen, auch noch mehr Geld kosten werden, blieb vorerst ebenfalls offen. So viel soll fix sein: Pflaster statt Asphalt kommt, mehr Grün und Wasser zur Kühlung, eine Begegnungszone und damit mehr Platz für Fußgänger.

Die FPÖ schäumt und spricht vom „nächsten Millionenprojekt“, wie es StR Rudi Federspiel nennt. Das Geld solle man besser für den Sozialbereich nutzen. Gleichzeitig dürfte heute auch ein Doppelbudget für 22/23 beschlossen werden. Hier gibt es eine Mehrheit abseits der Grünen.


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