Außenhandel in Tirol trotz Corona stabil

Tirols Exporte gingen leicht zurück, Importe nahmen leicht zu. Andere Bundesländer mit starken Rückgängen.

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Bundesweit wurden im Vorjahr insgesamt Waren im Wert von 141,93 Milliarden Euro exportiert. Demgegenüber standen Importe im Wert von 144,20 Milliarden Euro.
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Innsbruck – Im Pandemiejahr 2020 hat Tirols Wirtschaft den Außenhandel insgesamt relativ stabil halten können. Laut vorläufigen Zahlen der Statistik Austria wurden aus Tirol Waren im Wert von 12,9 Milliarden Euro exportiert, was einem leichten Rückgang um 1,7 Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2019 (13,1 Mrd. Euro) entspricht. Das im Bundesländervergleich kleinste Minus lag vor allem am Export-Boom in der Pharmabranche (z. B. Novartis/Sandoz und Co.), die Exporte im Ausmaß von 2,75 Milliarden Euro verzeichnete – ein Plus von 19,7 % im Vergleich zu 2019. Diese Entwicklung bestätige die Bestrebungen, den Bereich der Life Sciences in Tirol weiter zu schärfen, erklärte Tirols Wirtschaftslandesrat Anton Mattle (ÖVP).

Rang zwei in der Tiroler Exporte-Rangliste nahm die Produktgruppe „Kessel, Maschinen und mechanische Geräte“ ein mit einem Volumen von 1,56 Milliarden Euro vor „Elektrischen Maschinen und elektronischen Waren“ (1,05 Milliarden Euro), die ebenfalls zulegten (+5,9 Prozent).

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Tirols Importe kletterten insgesamt um ein Prozent auf 12,2 Milliarden Euro. Trotzdem erzielte Tirol unterm Strich einen Handelsbilanzüberschuss. Nach Tirol eingeführt wurden vor allem organische chemische Erzeugnisse (2,5 Milliarden Euro). Wichtigster Handelspartner bleibt Deutschland, wenngleich die Exporte in die Schweiz und nach Liechtenstein in Summe um 20 Prozent auf über 2,3 Milliarden Euro stiegen.

Alle anderen Bundesländer verzeichneten im Corona-Jahr 2020 starke Rückgänge bei den Importen und Exporten. Besonders deutlich spürbar waren die Einbußen in jenen Bundesländern, deren Außenhandel vom Fahrzeug- und Maschinenbau geprägt ist, wie die Steiermark oder Oberösterreich.

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Bundesweit wurden im Vorjahr insgesamt Waren im Wert von 141,93 Milliarden Euro exportiert. Im Vergleich zum Jahr 2019 entspricht das einem Rückgang um 7,5 Prozent. Demgegenüber standen Importe im Wert von 144,20 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 8,6 Prozent verglichen mit 2019 entspricht.

In Summe blieb Oberösterreich das exportstärkste Bundesland, hier wurde mehr als ein Viertel aller österreichischen Ausfuhren produziert (36,67 Mrd. Euro bzw. 25,8 %). Die Steiermark nahm mit 22,26 Mrd. Euro den zweiten Platz ein, knapp gefolgt von Niederösterreich mit 20,82 Mrd. Euro.

Wertmäßig am meisten importierte Wien mit 35,30 Mrd. Euro, gefolgt von Oberösterreich (27,31 Mrd. Euro) und Niederösterreich (23,67 Mrd. Euro). (APA, TT)


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