Fiat Ducato Version 2021: Luxus ist (k)ein Laster

Rundumerneuerung für den Leicht-Laster Ducato: Fiat wertet seinen Bestseller in Technik und Ausstattungsangebot großzügig auf.

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Ducato-Generation 2021: bulligerer Look mit neuem Fiat-Logo, Technik-Update und noch mehr Ausstattungsoptionen als bisher.
© Fiat Professional

Balocco – Seit mittlerweile vierzig Jahren ist der Ducato Fiats Last- und zugleich Goldesel. Das Geheimnis des Erfolges liegt in der Einbindung der Freizeit- und Sonderaufbau-Industrie, deren Anforderungen in jede Modellentwicklung einfließen. Gut die Hälfte aller heute gefertigten Ducatos erhält einen Wohnmobil-Aufbau und muss daher auch von der technischen Basis den Komfortansprüchen von Pkw-Lenkern entsprechen. Fiats Formel, bei der Ausstattung hoch anzusetzen und dazu ein klassenuntypisch vielseitiges Optionenprogramm anzubieten, erfüllt auch die neueste Rundumerneuerung.

Unter das nun modernere bullige Erscheinungsbild mit LED-Scheinwerfern haben die Italiener eine neue effizientere 2,3-Liter-Motorengeneration mit 120, 140, 160 und 180 PS gepackt. Die bisher hydraulische Servolenkung wurde gegen eine elektrische mit variabler Kraftunterstützung getauscht. Für die drei stärkeren Aggregate ist alternativ zum neuen 6-Gang-Getriebe eine 9-Gang-Automatik von ZF im Angebot.

Auch der Innenraum ist benutzerfreundlicher geworden: schlüsselloser Zugang und Start, elektrische Parkbremse, Komfortsitze, ein mittiger „Eat & Work“-Arbeitstisch, kabelloses Smartphone-Aufladen, 230-Volt-Steckdose und beheizte Frontscheibe machen das Leben an Bord komfortabler. Stellvertretend für die umfangreichen Optionen seien etwa digitale Instrumente und Kamera-Innenspiegel, adaptiver Tempomat, Online-Navigationssystem mit Echtzeit-Verkehrs- und Wetterinfos, teilautonomes Fahren, Kollisionswarner, Spurhalte- und Parkassistent, 360-Grad-Sensor-Überwachung genannt – im Grunde genommen alles, was derzeit auch für Pkw bis in die Mittelklasse angeboten wird. Weitere technische Zusatzausstattungen wie die selbstnivellierende Luftfederung bleiben unverändert im Programm.

Die neue Motorengeneration punktet bei den Testfahrten vor allem mit ruhigem Lauf linearer Kraftentfaltung. Bis zu 400 Newtonmeter Drehmoment in der stärksten Variante sorgen für dynamischen Durchzug, in der komfortablen Automatikversion sogar 450. Die neue Servolenkung trägt maßgeblich zum verbesserten Fahrkomfort bei und ist nicht zuletzt beim Manövrieren ein Gewinn. Trotz Nutzfahrzeug-Ergonomie ist das Cockpit funktioneller und wohnlicher geworden, der Fahreindruck Pkw-artiger.

Die Listenpreise beginnen nunmehr bei 28.186 Euro. Wegen der zahlreichen Vorzieh-Käufe aufgrund der NoVA-Einführung für Leicht-Nutzfahrzeuge per 1. Juli ist die Produktion bis Jahresende allerdings so gut wie ausverkauft. (pabs)


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