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Auf leisen Bärentatzen im Windschatten der Wölfe

In der Debatte um Nutztierrisse dreht sich derzeit fast alles um den Wolf. Dabei wurden heuer in Tirol bereits mehrere Bären nachgewiesen.

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Seit 2008 wird der ausgestopfte Bär Bruno im Museum Mensch und Natur in Schloss Nymphenburg in München gezeigt.
© EPA/PETER KNEFFEL

Von Nikolaus Paumgartten

Innsbruck – Lange bevor der Wolf in Tirol die Schlagzeilen während der Almsaison-Monate bestimmte, erlangte ein Bär im deutschsprachigen Raum große Bekanntheit: Bruno. Das Tier war 2006 aus dem Trentino über Vorarlberg nach Tirol eingewandert und riss im Frühling und Frühsommer im tirolerisch-bayerischen Grenzgebiet Dutzende Schafe und plünderte Bienenstöcke sowie Nutztierställe. Das Tier, das die Scheu vor menschlichen Siedlungen verloren hatte, gilt seitdem als Paradebeispiel für einen so genannten „Problembären“. Am 26. Juni 2006 wurde Bruno in der Nähe einer Alm in der bayerischen Gemeinde Bayrischzell erlegt, nachdem mehrere Versuche gescheitert waren, das Tier zu betäuben und einzufangen.


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