Auf einen Schulpsychologen kommen in Österreich derzeit rund 6100 Schüler

Knapp 100.000 längere Beratungen wurden im abgelaufenen Jahr an Österreichs Schulen durchgeführt, der Großteil davon allerdings mit Lehrpersonen. Die 181 Psychologen sollen im kommenden Schuljahr um 27 erweitert werden. Auch administratives Unterstützungspersonal wird gesucht.

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© Pexels/RODNAE Productions

Wien ‒ Auf einen Schulpsychologen bzw. Schulpsychologin kommen derzeit rund 6100 Schülerinnen und Schüler. Insgesamt waren im abgelaufenen Schuljahr 181 Psychologen (Vollzeitäquivalente) an den Schulen im Einsatz und führten knapp 100.000 längere Beratungen durch, zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ durch Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP). Ab dem kommenden Schuljahr stehen 27 zusätzliche Psychologen zur Verfügung.

Die Anzahl der Schüler pro Schulpsychologen ist je nach Bundesland unterschiedlich. So ist etwa im Burgenland ein Psychologe für rund 3800 Schüler zuständig, in Oberösterreich (8000) sind es mehr als doppelt, in Niederösterreich (7300) fast doppelt so viele. Vergleicht man diese Zahl mit deutschen Bundesländern, liegt Österreich damit im vorderen Mittelfeld. Bremen kommt dort auf eine Quote von einem Psychologen für 4400 Schüler, Niedersachsen auf eins zu 15.000.

Großteil der Gespräche werden nicht mit Schülern geführt

Mit Herbst kommen 27 neue Stellen in der Schulpsychologie dazu - jeweils sechs in Nieder- und Oberösterreich, vier in der Steiermark, je drei in Wien und Tirol, je eineinhalb in Salzburg und Vorarlberg und je eine im Burgenland und in Kärnten. Insgesamt führen die Schulpsychologen pro Jahr rund 100.000 vertiefende Beratungen durch, wovon allerdings nur ein Viertel auf Schüler entfällt. Die meisten Beratungsgespräche werden mit Lehrern geführt.

Nicht beantworten konnte Faßmann die Frage nach der Zahl der Schulsozialarbeiter: Diese liegt in der Zuständigkeit der Länder. Lediglich über die Anzahl der über das Bildungsinvestitionsgesetz finanzierten mobilen Sozialarbeiter lagen Daten vor - hier sind österreichweit 82 Personen (Vollzeitäquivalente) an Pflichtschulen tätig, allein 50 davon in Wien.

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Nach wie vor gesucht wird administratives Unterstützungspersonal an den Pflichtschulen. Bis 2022 sollen bis zu 1000 Langzeitarbeitslose, benachteiligte Personen am Arbeitsmarkt und Wiedereinsteiger geholt werden, um die Schulleitungen dort bei Verwaltung und Organisation zu entlasten. 500 Vollzeitstellen sollten laut Plan der Bundesregierung mit Herbst 2020 besetzt werden, weitere 500 mit Herbst 2021.

Tatsächlich waren Ende Mai nur 399 Personen mit in Summe 250 Vollzeitäquivalenten vom AMS vermittelt worden. 148 davon entfallen auf Niederösterreich, 117 auf Wien, 82 auf Kärnten und 31 auf die Steiermark, in den anderen Bundesländern gab es nur vereinzelte Anstellungen.

Am Zielwert von 1000 Vollzeitäquivalenten bis zum Schuljahr 2021/22 soll aber weiter festgehalten werden, eine Ausweitung der Stellen ist aufgrund der bisher geringen Inanspruchnahme nicht geplant. Die Laufzeit des Projekts, bei dem die Kosten im Rahmen der Eingliederungsbeihilfe seitens des AMS zu zwei Drittel gefördert werden, wird außerdem um mindestens ein Jahr verlängert. (APA)


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