Wiesing lässt sich neues Ortszentrum einiges kosten

Der Ankauf von drei Objekten ermöglichte den Bau eines modernen Zentrums. Die Gemeinde investierte 5,6 Millionen Euro.

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Große Freude beim Festakt in Wiesing (v. l.): Vize-BM Hermann Keiler, LR Hannes Tratter, Pfarrer Wolfgang Meixne­r und BM Alois Aschberger vor zwei der drei neuen Gemeindegebäude.
© Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl

Wiesing – „Das Leben wieder ins Dorf zurückbringen. Und das geschah mit Projekten für ein Dorfzentrum neu“, sagte Bürgermeister Alois Aschberger bei einer Feierstunde in der Wiesinger Pfarrkirche. Seit dem Jahr 2004 ist er Gemeindechef und hatte sich zwischen 2018 bis 2020 mit den kommunalen Großbaustellen zu beschäftigen. Ein wenig stolz war er dann schon auf die oft kritisierten Objekte, die Pfarrer Wolfgang Meixner nun segnete. Einst hatte man den ehemaligen Kramerwirt, das Haus vom Michlbauer und schließlich den Dorfwirt gekauft.

Entstanden ist mit der Wohnungseigentum (WE) als Partner ein Haus mit sieben Starterwohnungen für Jungfamilien, auch ein Fahrradfachbetrieb hat sich im Haus angesiedelt. In einem anderen Haus sind acht Einheiten für betreubares Wohnen, eine Bäckerei, ein Steuerberatungsunternehmen und das Hausmeisterservice untergebracht. Auch ein „Dorfwirt neu“ mit 90 Sitzplätzen innen und weiteren 50 Plätzen außen, ein modernes Probelokal für die Musikkapelle und ein Proberaum für den Chor konnten geschaffen werden. Zudem entstanden eine zweigeschoßige Tiefgarage mit 54 Stellplätzen und eine bisher gut angenommene Außenanlage. Beim entsprechenden Architektenwettbewerb hatte das Duo Haselwanter-Gritsch die Nase vorn.

„Das Problem war die Straße. Um alles barrierefrei einbinden zu können, mussten die Techniker mit einem Niveauunterschied von 1,4 Metern fertigwerden“, blickt Aschberger auf eine schwierige Bauzeit zurück. Schließlich fahren pro Tag zwischen 4500 und 5000 Fahrzeuge durch den Ort. Dahingehend hofft er immer noch auf einen Vollanschluss Jenbachs an der Autobahn.

Investiert wurde aber auch in die Friedhofserweiterung und den Bau einer Aufbahrungskapelle, die nach den Plänen des Salzburger Architekten Peter Schuh errichtet wurde. Möglich wurde das Projekt, das man seit 30 Jahren im Auge hatte, durch einen Grundtausch.

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„Mit einem Anteil von 1,45 Millionen Euro hat sich das Land Tirol an den Projekten beteiligt“, betonte Landesrat Hannes Tratter beim Festakt und sprach von einem gelungenen Werk und einer sinnvollen Belebung des Ortszentrums. Den Aufwand der Gemeinde sieht BM Aschberger bei 5,6 Millionen Euro, wobei 2,6 Millionen aus dem ordentlichen Haushalt kommen und zwei Millionen auf ein Darlehen mit einer Laufzeit von 15 Jahren zurückgehen. Auch der Bund beteiligte sich an der Finanzierung. „Die Wohnungseigentum (WE) war ein verlässlicher Partner“, setzt er nach.

„Alles in allem kann von Investitionen in der Höhe von 11,5 Millionen Euro ausgegangen werden.“ Bei der Festivität bekam der ehemalige Vizebürgermeister Max Lörgetbohrer den Ehrenring der Gemeinde. Peter Gruber, der zwei Perioden Vizebürgermeister war, erhielt das goldene Ehrenzeichen. Gedankt wurde auch Pfarrer Wolfgang Meixner, der Wiesing im Seelsorgeraum fünf Jahre betreute.


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