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TT-Leitartikel: Verdrängungspolitik im Transit

Die Europaregion Tirol ist in der Verkehrspolitik gescheitert, Handels- und Transportverbände südlich und nördlich des Brenners bremsen die Verlagerung auf die Schiene. Aber LH Günther Platter und Südtirols LH Arno Kompatscher sehen tatenlos zu.

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Peter Nindler

Leitartikel

Von Peter Nindler

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) macht es sich recht einfach: Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) soll mit den Nachbarstaaten über die Transitproblematik verhandeln. Wegen Lkw-Fahrverboten in Tirol fordern bekanntlich 20 Wirtschafts- und Handelskammern aus Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen und Schweden unter Führung der Handelskammer Bozen ein Vertragsverletzungsverfahren. Dass der Widerstand aus dem eigenen Haus kommt, verschweigt Platter als aktueller Präsident der Europaregion Tirol geflissentlich. Da windet er sich heraus, ansonsten müsste sich der Landeshauptmann wohl eingestehen, dass die Europaregion in der Verkehrsfrage kläglich versagt.


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