Wacker testet gegen Liverpool und VfB: „Wollen zeigen, dass wir was können“

Die heutige Meisterschafts-Generalprobe des FC Wacker kann sich sehen lassen – 30 Minuten gegen Liverpool und 30 Minuten gegen Stuttgart.

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Für die Wacker-Kicker ist das Spiel gegen den FC Liverpool ein wahrer Leckerbissen.
© gepa

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Warum gerade sie zu diesem Blitzturnier eingeladen wurden, wissen die Schwarz-Grünen immer noch nicht. Egal, gegen den Premier-League-Club FC Liverpool und den deutschen Bundesligisten VfB Stuttgart spielt man nicht alle Tage. Diese Gelegenheiten sind für einen Tiroler Zweitligisten rar. Also genießen, eine gute Figur machen und einen Motivationsschub für den Meisterschaftsstart am kommenden Freitag bei den Young Violets mitnehmen.

Die Sportanlage in Saalfelden ist heute hermetisch abgeriegelt. Nur die Mannschaften, Funktionäre und Sky-Leute (direkt auf Sky Sport News HD) sind zugelassen. Liverpool zieht die Corona-Sicherheitsblase beinhart durch. Mit 34 Profispielern bezog Trainer Jürgen Klopp Quartier in Salzburg. Der Abschluss der Sommer-Vorbereitung soll dann in Seefeld stattfinden.

Reds-Coach Jürgen Klopp wird auch einige Stars gegen den FC Wacker spielen lassen.
© Hinweis

Normalerweise wäre ein Kräftemessen gegen den VfB Stuttgart schon etwas Besonderes, aber heute ist jeder Wacker-Kicker heiß auf Liverpool. „Das sind Höhepunkte, von denen man auch Jahre danach noch erzählen kann“, hofft FCW-Stürmer Alex Gründler, dass er es heute womöglich mit dem wiedergenesenen Reds-Abwehrchef Virgil van Dijk zu tun bekommt. „Schade, dass ich noch nicht mit dabei sein kann. Gegen Liverpool als Kapitän einlaufen, wäre schon etwas Besonderes gewesen“, ist Lukas Hupfauf natürlich enttäuscht, dass er nach Verletzungspause wohl erst beim Ligastart wieder im Wacker-Kader steht.

„Beide Mannschaften haben eine Topqualität. Egal, in welcher Besetzung sie auflaufen, wir können nur lernen“, blickt auch Daniel Bierofka dem Blitzturnier erwartungsfroh entgegen: „Die Jungs sind froh, dass sie gegen solche Gegner spielen können.“ Bis auf Lukas Hupfauf, Atsu Zaizen und Clemens Hubmann reisen die Tiroler in stärkster Besetzung nach Salzburg. Fabio Viteritti und Flo Jamnig feiern nach langer Verletzungspause ein Comeback.

Freilich soll man solche Events genießen, aber Bierofka will sich damit nicht zufriedengeben. „Nur genießen werden wir nicht. Im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen wir sie schon auch zu fordern. Daher werden wir unser Spiel nicht groß umstellen. Wir werden hoch attackieren, auch auf die Gefahr hin, dass wir hinten ein Tor kassieren. Also wir wollen schon auch zeigen, dass wir was können“, so der Wacker-Coach, der beim VfB Stuttgart als Spieler einen deutschen Meistertitel feierte. „Viele sind nicht mehr dabei, das war 2007. Eine schöne Zeit, und ich bin froh, dass wir gegen den VfB spielen können.“


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