Schriftsteller Clemens J. Setz erhält Georg-Büchner-Preis 2021

Er gilt als die wichtigste Auszeichnung für deutschsprachige Literatur. Günter Grass hat ihn bekommen, Heinrich Böll oder Christa Wolf wurde er auch verliehen. In diesem Jahr bekommt ein Österreicher den Georg-Büchner-Preis.

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(Symbolfoto)
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Darmstadt ‒ Der steirische Schriftsteller Clemens J. Setz bekommt den Georg-Büchner-Preis 2021. Dies teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit. Der mit 50 000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland. Der Preis soll am 6. November im Staatstheater in Darmstadt feierlich übergeben werden.

„Mit Clemens J. Setz zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen Sprachkünstler aus, der mit seinen Romanen und Erzählungen immer wieder menschliche Grenzbereiche erkundet“, teilte die Jury zur Begründung mit. Die verstörende Drastik des 38 Jahre alten Künstlers steche ins Herz unserer Gegenwart, weil sie einem zutiefst humanistischen Impuls folge. Übergeben werden soll die Ehrung an den 38-jährigen Setz am 6. November in Darmstadt.

Debütroman "Söhne und Planeten" 2007

Clemens J. Setz veröffentlichte seinen Debütroman "Söhne und Planeten" 2007 und feierte in den kommenden Jahren Erfolge mit Werken wie "Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes" (2011), wofür er den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt. 2015 erschein sein viel beachtetes, 1000 Seiten starkes Buch "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre". Zuletzt erschien der Band "Die Bienen und das Unsichtbare" (2020), in dem Setz seine Selbstversuche beim Erlernen von Plansprachen wie Esperanto, Volapük oder Blissymbolic geht.

Die Akademie vergibt die Auszeichnung seit 1951 an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben. Die Preisträger müssen „durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten“ und „an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben“.

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Zu den Preisträgern gehören Max Frisch (1958), Günter Grass (1965) und Heinrich Böll (1967) sowie zuletzt seit 2015 Rainald Goetz, Marcel Beyer, Jan Wagner, Terézia Mora, Lukas Bärfuss und im vergangenen Jahr Elke Erb. Namensgeber ist der Dramatiker und Revolutionär Georg Büchner („Woyzeck“). Er wurde 1813 im Großherzogtum Hessen geboren und starb 1837 in Zürich. (APA/dpa)


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