Gut zu wissen: Das müssen Autobesitzer nach dem Hochwasser beachten

Die Unwetter und darauf folgenden Überflutungen in Österreich hinterließen Millionenschäden. Dabei wurden auch Tiefgaragen überschwemmt und Autos unter Wasser gesetzt. Was man als betroffener Pkw-Besitzer unbedingt beachten sollte, lesen Sie hier.

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In Kufstein standen zahlreiche Autos unter Wasser.
© ZOOM.TIROL

Innsbruck – Nach dem Hochwasser sind nach wie vor große Teile Österreichs im Ausnahmezustand. Viele Autos standen bei den Überschwemmungen tief im Wasser und zogen dabei große Schäden davon. Wie man richtig reagiert und was beachtet werden sollte, wenn das Auto im oder unter Wasser stand, erklären die ÖAMTC-Experten.

Der Motorraum ist in Kontakt mit Wasser gekommen, was muss beachtet werden?

"Aus Sicherheitsgründen sollte eine Abschleppung erfolgen", hält ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl fest. "Wenn sich Wasser im Zylinder befindet, kann bei einem Startversuch der sogenannte 'Wasserschlag’ auftreten, ein Motorschaden kann die Folge sein."

Kann sich das Hochwasser auf die Bremsleistung des Fahrzeugs auswirken?

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Sand und Wasser im Fahrzeuginneren können Schäden an Fahrwerk und Bremsen auslösen, die sich eventuell erst Monate nach dem Unglück zeigen. Eine Überprüfung des Bremssystems durch Fachpersonal ist also dringend anzuraten. Generell raten die Experten des Mobilitätsclubs allen Betroffenen in den Hochwasser-Gebieten, ihr Fahrzeug keinesfalls selbst in Betrieb zu nehmen, sondern bei der ÖAMTC-Pannenhilfe anzurufen.

Bei welcher Hochwasser-Höhe muss ich nicht mit Problemen rechnen?

Ist die Wasserlinie unterhalb der Felgenmitte, sind in der Regel keine Funktionsprobleme zu erwarten. In diesem Fall sind alle beweglichen Teile sowie die elektrischen Installationen noch über der Wasserlinie. "Nur die Traggelenke und Spurstangengelenke sollten überprüft und gegebenenfalls getauscht werden", rät der ÖAMTC-Techniker.

Welche Teile sollten über dieser Grenze kontrolliert werden?

Über der Radmitte sind bereits Radlager und Antriebswellen betroffen. Wenn das Fahrzeug diesen Bedingungen über mehrere Stunden oder sogar Tage ausgesetzt ist, dringt Wasser in die Lager und Gelenke ein. "Dort bleibt es leider auch nach Absinken des Wasserspiegels", sagt Kerbl. Ebenfalls betroffen ist der Auspuff, der durch das Wasser korrodieren kann.

🛑 Wasser ist bis in den Innenraum eingedrungen. Was ist davon betroffen?

Steigt der Wasserspiegel über die Türunterkante, dringt Wasser in den Innenraum und in die Hohlräume der Karosserie ein. So können tiefer liegende Teile der Elektrik Schaden nehmen. "Ein Werkstattaufenthalt ist unausweichlich", so der ÖAMTC-Experte.

🛑 Die Motorhaube stand unter Wasser. Darf ich den Motor starten?

Ist die Motorhaube unter der Wasserlinie, dringt auch Wasser in den Ansaugtrakt des Motors und über den Auspuff bis zu den Auslassventilen. Ein Starten des Motors, so der Starter überhaupt noch funktioniert, muss auch nach Sinken des Wasserniveaus unterlassen werden. Fahrzeuge, die mehrere Stunden derart tief im Wasser waren, müssen anschließend gründlich in einer Fachwerkstatt trockengelegt werden. Bei Fahrzeugen älteren Datums kommen die Reparaturkosten einem Totalschaden gleich. (TT.com)

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