Um Gefahren zu vermeiden: Drauradweg erhält neue Hinweistafeln

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Es werden neue Hinweisschilder für den Drauradweg montiert.
© Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz – Wenn im Sommer jeden Monat Zehntausende Radfahrer den Drauradweg von der Staatsgrenze zu Italien bis nach Lienz für einen Tagesausflug nutzen, sollte eine lückenlose Beschilderung der Strecke eigentlich kein Thema sein. Der Radweg kreuzt immer wieder Straßen, verläuft über Brücken, wechselt das Flussufer und macht Wendungen, die sich einem während der Fahrt nicht sofort erschließen. Immer wieder verirren sich ganze Horden von Radfahrern und landen abseits der ihnen zugedachten Routen, suchend nach Hinweisen. In Lienz hat man sich deshalb gerade erst für die vollflächige Färbung der Radwege samt Symbolen und Richtungspfeilen entschieden, um gefährliche Verkehrssituationen möglichst zu vermeiden.

„Wir sind uns dieses Problems bewusst und schaffen Abhilfe“, nimmt Harald Haider, Leiter des Baubezirksamtes Lienz und Verantwortlicher im Verein Radwege in Osttirol, Stellung. Man habe bereits im Vorjahr die Strecke begutachtet und deutliche Mängel in der Wegmarkierung festgestellt. In Abstimmung mit dem Tourismusverband und den Gemeinden wurden neue Hinweisschilder in Auftrag gegeben, die auf einem in ganz Österreich einheitlichen Aussehen aufbauen und nun ausgeliefert wurden.

Dieser Tage werden die neuen Verkehrstafeln von Nikolsdorf bis Lienz und von Lienz bis Italien angebracht. An die 150 Stück in unterschiedlichen Größen sind allein für die ausreichende Beschilderung des Drauradweges entlang der gesamten Strecke notwendig. Zu den genauen Kosten konnte Haider keine Auskunft geben. Das Land fördere die Radwegeinfrastruktur jedenfalls großzügig.

Auch die Talbodenrunde als zweite große Route für Radfahrer im Bezirk war über die Jahre beinahe aus dem Bewusstsein verschwunden und soll durch die neue Beschilderung wieder sichtbar gemacht werden. „Etliche Hinweisschilder waren einfach nicht mehr da“, räumt Haider Versäumnisse ein. Als dritte Route soll möglichst bald das Iseltal erschlossen werden. Es fehlen immer noch zwei Teilstücke: einmal zwischen St. Johann im Walde und Huben (hier liegt das Verfahren bereits zur Genehmigung bei der Behörde) sowie von Seblas bis Matrei.

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