Neue Gedenkstätte: Erinnerung an Riesen-Felssturz in Vals

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An der neuen Gedenkstätte: v. l. LA Florian Riedl, Pfarrer Erich Geir, BM Klaus Ungerank, Gebhard Walter und Josef Plank von der „Wildbach“, LHStv. Josef Geisler sowie Baubezirksamts-Leiter Werner Huber.
© Gatt

Vals – Den Heiligen Abend 2017 werden die Einwohner von Vals nie vergessen. Bei einem gewaltigen Felssturz donnerten ca. 130.000 m³ Gestein ins Tal, die Landesstraße wurde meterhoch verschüttet. 150 Dorfbewohner waren anfangs eingeschlossen, mehrere Häuser mussten vorübergehend evakuiert werden. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

Gestern wurde vor Ort nun eine kleine Gedenkstätte eröffnet, die an die Ereignisse von damals erinnert. Zugleich gab es eine Dankesfeier für alle, die seither intensiv an der Verbauung und Rekultivierung gearbeitet haben, wie BM Klaus Ungerank erklärt – vom Land Tirol über die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) und Grundeigentümer bis zu den Arbeitern. Tatsächlich ist viel geschehen: Die Landesstraße wurde vom Berg abgerückt und auf einen vier Meter hohen Damm verlegt, Steinschlag-Schutzdämme wurden errichtet, bestehende Schutznetze verstärkt. Die Sicherheit für Straße und Häuser habe sich „massiv verbessert“, bilanziert der Ortschef, „und Bauern können ihre Felder wieder bewirtschaften“.

„Alles in allem war es die beste Lösung“, so Ungerank, viele Kritiker, die etwa eine Tunnelvariante gefordert hatten, seien verstummt. Die Arbeiten im Tal sind abgeschlossen, nun geht es noch um eine Stützverbauung für die sog. Ultenlawine. Ein Projekt der WLV liegt vor, es soll zeitnah umgesetzt werden. Am Ende werden in Vals 7 bis 7,5 Mio. Euro investiert worden sein, schätzt Ungerank. (md)

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