Saudi-Arabien weist Vorwürfe in „Pegasus-Affäre" zurück

Anschuldigungen zur Ausspähung von Aktivisten seien „haltlos". Geheimdienste und Polizeibehörden mehrerer Länder sollen die von der israelischen Firma NSO angebotene Pegasus-Software verwendet haben, um Mobiltelefone der Betroffenen anzuzapfen.

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Mit der Pegasus-Software sollen Mobiltelefone angezapft worden sein.
© AFP/Guez

Riad – Saudi-Arabien hat den Vorwurf, die Schadsoftware Pegasus zur Ausspähung von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten genutzt zu haben, als "haltlos" zurückgewiesen. Unter Berufung auf einen Regierungsvertreter meldete die amtliche Nachrichtenagentur SPA am späten Mittwochabend, die Anschuldigungen seien "unwahr". Riad billige "derartige Praktiken" nicht.

Die Spähaffäre war am Sonntag durch internationale Medienberichte bekannt geworden. Das Reporter-Netzwerk Forbidden Stories und Amnesty International hatte Medien aus zehn Ländern dafür Dokumente zur Verfügung gestellt. Geheimdienste und Polizeibehörden mehrerer Länder sollen demnach die von der israelischen Firma NSO angebotene Pegasus-Software verwendet haben, um Mobiltelefone der Betroffenen anzuzapfen.

NSO betont, dass die Software ausschließlich dafür entwickelt worden sei, um "Terrorismus und andere Verbrechen" zu bekämpfen. Jegliche andere Nutzung der Software sei "skrupellos".

Amnesty-Chefin Agnès Callamard warf der Firma dagegen vor, eine "Waffe für unterdrückerische Regierungen" geschaffen zu haben, deren Ziel es sei, Journalisten und Regierungskritiker zum Schweigen zu bringen und Aktivisten zu attackieren. (APA/AFP)

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