Abschnittsweise weniger Verkehr auf Autobahnen

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Bei Kufstein-Süd wurden heuer im ersten Halbjahr um ein Drittel weniger Pkw gezählt als im ersten Halbjahr 2020.
© zoom.tirol

Innsbruck – Während österreichweit der Autoverkehr im 1. Halbjahr zum Teil stark zugenommen hat, ist er auf Tirols Autobahnen laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) im Vergleich zur Zeit vor Covid-19 teilweise auch heuer erneut zurückgegangen. Das geht aus einer VCÖ-Analyse der Zählstellen der Asfinag hervor. So waren auf der Inntalautobahn (A12) bei Ampass heuer im 1. Halbjahr um rund 21 Prozent weniger Pkw unterwegs als im 1. Halbjahr 2019 und bei Imst um 30 Prozent weniger. Auf der A13 wurden bei Gärberbach um rund ein Drittel weniger Autos gezählt als im 1. Halbjahr 2019 und bei Brennersee um 62 Prozent weniger.

Aber auch im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres gab es wegen des Rückgangs im Wintertourismus abschnittsweise ein Minus beim Autobahnverkehr: Bei Wörgl waren auf der A12 heuer um 9,7 Prozent weniger Pkw unterwegs als im 1. Halbjahr des Vorjahres, bei Imst um rund zwei Prozent und bei Kufstein aufgrund der zeitweisen Grenzschließungen um rund ein Drittel (32,8 Prozent) weniger. Auf der A13 ging bei Brennersee der Autoverkehr im 1. Halbjahr um 15 Prozent zurück. Bei Grins auf der S16 gab es einen Verkehrsrückgang von 16 Prozent. Auf der A12 bei Ampass hingegen waren mit durchschnittlich 53.700 Pkw pro Tag um rund fünf Prozent mehr Pkw unterwegs als im Halbjahr 2020, bei Zirl um rund dreieinhalb Prozent mehr.

„Damit die Verkehrsbelastung für die Bevölkerung in Zukunft nicht wieder massiv zunimmt und auch angesichts der sich verschärfenden Klimakrise braucht es verstärkte Maßnahmen, um den Verkehr auf klimaverträglichere Verkehrsmittel zu verlagern. Einerseits sind mehr Bahn- und Busverbindungen und der raschere Ausbau der Rad-Infrastruktur nötig. Andererseits sind mehr Anreize nötig, um das vorhandene Bahn- und Busangebot zu nutzen oder zumindest Fahrgemeinschaften zu bilden“, betont VCÖ-Experte Michael Schwendinger. (TT)


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