Stadt Schwaz rettete 32 Rehkitze mit Drohne

Die tierische Rettungsaktion der Stadt Schwaz war ein Erfolg. Die Kitzsuche soll ausgeweitet werden.

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Anton Krieg (l.) und Lukas Baumann bewegten die Drohne über die Wiesen der Schwazer Bauern, um Rehkitze zu finden. Fotos: Stadt Schwaz
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Schwaz – Die Aktion hat österreichweit für Aufsehen gesorgt. Als erste Stadt in Tirol hat Schwaz den Landwirten angeboten, ihre Wiesen vor dem Mähen mit einer Drohne zu überfliegen, um Rehkitze zu finden, die im hohen Gras eigentlich Schutz suchen. In den ersten Tagen nach der Geburt werden die kleinen Kitze von ihren Müttern zum Schutz in den Wiesen abgelegt. Vor natürlichen Fressfeinden wie Füchsen sind sie dort gut geschützt, allerdings nicht vor Mähmaschinen. Für Landwirte ist es so gut wie unmöglich, die Rehkitze im hohen Gras zu entdecken. So kam es in der Vergangenheit häufig vor, dass Rehkitze Opfer von Mähmaschinen wurden. Doch heuer nicht: In nur zwei Wochen konnten 32 Rehkitze mittels Drohne gerettet werden.

„Das Interesse an der Drohnenrettung hat sich während der Tage der ersten Mahd täglich gesteigert“, erklärt Bürgermeister Hans Lintner. Die Zurückhaltung sei dann doch schnell gewichen. „Glücklicherweise hat sich bei allen Beteiligten die Überzeugung eingestellt, dass wir hier gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Wildtiere leisten“, sagt der Stadtchef.

Ein Rehkitz.
© Stadt Schwaz

Der Einsatz der Drohne ist für die Bauernschaft kostenlos. In nur wenigen Minuten sind die Felder mittels Wärmebildkamera abgeflogen und können dann zur Mahd freigegeben werden. Die Anfrage ist unkompliziert und der Einsatz aller ist groß. „Insgesamt 32 Rehkitze in zwei Wochen. Da wird einem selbst bewusst, wie viele Rehkitze in den letzten Jahren Opfer der Mähmaschinen wurden“, bekräftigt Hannes Druckmüller, Pächter der Genossenschaftsjagd Schwaz.

Die Stadt Schwaz wird die Rehkitzrettung in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. „Das Projekt hat sich nicht nur bewährt, die Anzahl der geretteten Kitze hat alle überzeugt“, erklärt Bürgermeister Lintner. „Anfragen aus den Nachbargemeinden sind bereits eingetroffen und wir werden hier eine Zusammenarbeit forcieren“, so der Stadtchef. Bei einer solch sinnvollen Aktion wolle man in Zukunft gerne gemeindeübergreifend zusammenarbeiten. (TT)

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