„Wieder einmal Pionier sein“: Zillertal sagt "Ja" zum Mobilitätskonzept

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Die Abstimmung in der Festhalle Fügen fiel eindeutig aus.
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Von Angela Dähling

Fügen – Mit deutlicher Mehrheit haben am Donnerstag auch die Fügener TVB-Mitglieder für die Ortstaxenerhöhung um 1,25 € zur Umsetzung des Zillertaler Mobilitätskonzepts gestimmt. Von 2200 Mitgliedern waren 100 anwesend. 88 sagten „Ja“ dazu, was aufgrund der Stimmgewichtung zu 1246 Ja- und 254 Nein-Stimmen führte. In der Diskussion hatten sich auch ein Lkw-Transportunternehmer, ein Campingplatzbetreiber und eine Regio-Taxi-Unternehmerin für das Konzept ausgesprochen, auch wenn sie nicht unmittelbar davon profitieren.

„Lasst uns geschlossen dahinterstehen und wieder einmal Pionier sein“, hatte Fügens Bürgermeister Dominik Mainusch appelliert. Auch Carina Schönsleben (VVT) unterstrich die Vorreiterrolle und die langfristige Konkurrenzfähigkeit, wenn das Tal auf den Ausbau des klimafreundlichen öffentlichen Verkehrs setze. ZVB-Aufsichtsratsvorsitzender Franz Hörl erinnerte daran, dass 80 Prozent der Investitionen und zwei Drittel der Betriebskosten Bund und Land zahlen. Geld, das ohne das Okay der Zillertaler woanders hinfließen würde. TVB-Obmann Ernst Erlebach riet, die 1,25 € (die erst mit Inbetriebnahme des Wasserstoffzugs fällig werden) gesondert als „Umweltbonus“ auszuweisen. Wie berichtet, kann der Gast dadurch künftig die öffentlichen Verkehrsmittel im Tal gratis nutzen. Das Konzept sieht in Fügen einen neuen Bahnhof mit 100 Park-&-Ride-Parkplätzen vor. Auch eine Anbindung zur Kaltenbacher Bergbahn ist geplant.

Offen blieb, ob die pauschalierte Kurtaxe für Freizeitwohnsitze angepasst wird und wie das Busangebot für Hochfügen, Hart und Stummerberg konkret aussieht.


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