Blechlawine rollt in den Süden: Lange Staus und Wartezeiten an Grenzen

Wegen des Ferienbeginns in Teilen Deutschlands und den Niederlanden kommt es vor allem an den Grenzübergängen und Transitrouten zu langen Staus. In Tirol braucht man auf der Fernpassstraße, bei Kufstein und natürlich auf der Brennerautobahn besonders viel Geduld.

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Die Brennerautobahn vor der Mautstelle Schönberg gehört zu den Stau-Hotspots.
© ZOOM-TIROL

Wien – Dicht an dicht drängen sich an diesem Wochenende wieder die Stoßstangen auf Österreichs Straßen: Wegen des Ferienbeginns in Teilen Deutschlands und den Niederlanden kommt es bei Fahrten in Richtung Süden vor allem an den Grenzübergängen und Transitrouten zu langen Staus.

Am Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden (A12) ging es bei der Einreise nach Österreich bereits Samstagfrüh nur noch stockend voran. Ohne längere Wartezeiten wird es dort laut Mobilitätsclub ÖAMTC wohl den ganzen Tag nicht gehen.

🚧 Baustellen am „Kleinen Deutschen Eck“

Beim Transit über das Kleine Deutsche Eck (zwischen Salzburg über Bad Reichenhall nach Lofer) ist Vorsicht geboten:

  • Auf der kürzeren Strecke, südlich des Thumsees ist nördlich von Schneitzlreuth die deutsche B305 gesperrt. Ausweichen muss man auf der etwas längeren Strecke südlich des Saalachsees über die B21.
  • Während des ganzen Sommers wird es auf der B21 außerdem immer wieder zu wechselweisen Anhaltungen wegen Bauarbeiten kommen. Mit Zeitverlusten über das kleine Deutsche Eck ist daher in der ganzen Sommersaison zu rechnen.

Überlastet ist auch die Fernpassstrecke (B179). Vor dem Grenztunnel in Füssen ist Geduld gefragt, hier gibt es Blockabfertigung. Zu erheblichen Verzögerungen kommt es auch auf der Brennerautobahn (A13). Die Route über den Brenner war zwar frei, auf italienischer Seite kam es aber zu Wartezeiten vor der Mautstelle Sterzing.

Ausflugsverkehr machte sich auf der Mieminger Straße (B189) über den Holzleiten-Sattel und vor dem Brettfalltunnel auf der Zillertal-Straße (B169) bemerkbar.

📽️ Video | Staus am Wochenende

Staus auf der Tauernautobahn, Abfahrtssperren verhängt

Auf der Verbindung Walserberg (A1) – St. Michael (A10) – Villach (A10) – Karawankentunnel (A11) ist besonders viel los. Bereits gegen 3 Uhr in der Nacht verwandelte sich die Autobahn vor dem Karawankentunnel in eine Stop-and-Go-Landschaft. Auch auf der Tauernautobahn ist seit 5 Uhr Warten angesagt, vor Katschberg- sowie Tauerntunnel wurden Blockabfertigungen verhängt. Gegen Mittag hatte sich die Lage noch nicht entspannt.

Gerhard Hollitscher vom ÖAMTC Salzburg berichtete bereits in der Früh von einem zehn Kilometer langen Rückstau am Walserberg. „In Österreich kommt der Verkehr ab der Grenze auf 35 Kilometern bis Golling nur stockend voran. Hier wirkt sich der Gegenverkehrsbereich zwischen Golling und Kuchl aus", so Gerhard Hollitscher vom ÖAMTC-Salzburg.

⛔️ Achtung: Abfahrtssperren auf der Tauernautobahn A10

Im Bundesland Salzburg wurden wieder Maßnahmen gegen den Stauausweichverkehr getroffen: Es gibt Abfahrts- und Durchfahrtsverbote für den Transitverkehr. Innerösterreichischer Ziel- und Quellverkehr ist von den Verordnungen nicht betroffen.

Für den Transitverkehr werden die Abfahrten an zehn Anschlussstellen der Tauernautobahn, sowie neuralgische Verbindungen der Gemeinden Anif, Elsbethen, Grödig, Großgmain und Wals-Siezenheim gesperrt. Näheres >> hier.

Vor dem Grenzübergang Suben wartete man Samstag zur Mittagszeit etwa zweieinhalb Stunden auf die Einreise nach Österreich. Einen weiteren Staupunkt in Oberösterreich gab es vor dem Bosrucktunnel auf der Pyhrnautobahn (A9). Auch hier wurde blockweise abgefertigt.

Im Burgenland in Nickelsdorf von Ungarn nach Österreich wurden am Samstagvormittag etwa fünf Kilometer Stau verzeichnet. An den Grenzstellen Slowenien und Kroatien wurden zwischen einer und zweieinhalb Stunden Wartezeit gemeldet. (TT.com)

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