Bitteres 1:1! WSG Tirol kassiert gegen Admira Last-Minute-Ausgleich

Die Wattener sahen zum Bundesliga-Auftakt bereits wie der sichere Sieger am Innsbrucker Tivoli aus, ehe die Niederösterreicher nach einem Eckball in der 94. Spielminute doch noch trafen.

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Kampf um jeden Meter: WSG-Neuzugang Thomas Sabitzer (l.) gegen den Admiraner Emanuel Aiwu.
© GEPA pictures/ Patrick Steiner

Innsbruck - Für die WSG Tirol waren zum Auftakt der Bundesliga-Saison drei Punkte zum Greifen nahe. Doch die Wattener brachten vor nur 1.200 Zuschauern auf dem Innsbrucker Tivoli die Führung Maxime Awoudja aus der 60. Minute nicht über die Runden. Als alles schon mit einem WSG- Sieg rechnete, bewahrte Wilhelm Vorsager in der 94. Minute Neo-Admira Coach Andreas Herzog vor einem Fehlstart.

Herzog ließ die verjüngte Admira in einem auf dem Papier offensiven 3-4-3 agieren, doch die vom herausragenden Raffael Behounek organisierte WSG-Abwehr konnte sie kaum knacken. Ein Starkl-Schuss ans Außennetz (15.) und ein Kopfball von Marlon Mustapha an die Stange (20.) waren in der ersten Halbzeit die einzig nennenswerten Offensivaktionen.

Doch auch die Tiroler taten sich ohne Juventus-Leihgabe Giacomo Vrione, der wegen einer leichten Muskelverletzung im Oberschenkel fehlte, lange schwer, Strafraumszenen herauszuspielen. Gefährlich war Tobias Anselm, der zweimal knapp verzog (12., 32.), im zweiten Versuch ganz alleine vor Torhüter Andreas Leitner.

⚽ Bundesliga, 1. Spieltag

WSG Tirol - FC Admira 1:1 (0:0)

  • Tore: Awoudja (60.) bzw. Vorsager (94.)
  • Gelbe Karten: Awoudja, Petsos, Anselm bzw. Elmkies, Bauer

Rapid Wien - TSV Hartberg 0:2 (0:1)

  • Tore: Tadic (41.), Tadic (67./Elfmeter)
  • Gelbe Karten: Keine bzw. Stec, Heil

SCR Altach - LASK 0:1 (0:1)

  • Tor: Wiesinger (35.)
  • Gelbe Karten: Netzer, Zwischenbrugger, Krizman, D. Nussbaumer, Dabanli bzw. Wiesinger

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte waren zunächst die von Herzog lautstark dirigierten Gäste die bessere Mannschaft, doch in Führung gingen die Tiroler. Einen Stanglpass von Leon Klassen knallte Awoudja aus kurzer Distanz unter die Latte (60.). Die WSG gewann damit Sicherheit und schien auf bestem Weg zu drei Punkten, doch die Admira durfte nach einem Getümmel im Anschluss an einen Eckball doch noch jubeln. (TT.com/APA)

Reaktionen zum Spiel

Thomas Silberberger (Tirol-Trainer): "Es ist sehr, sehr ärgerlich, wenn du mit der letzten Aktion aus einem Standard, wo immer was passieren kann, so einen dummen Ausgleich bekommst. Mehr ärgern mich die letzten zehn Minuten. Ab dem Zeitpunkt, wo Kronberger verletzt raus ist, hat die Admira zu zehnt gespielt und wir haben komplett die taktische Disziplin verloren, haben nicht mehr Fußball gespielt. In Wirklichkeit musst du die Admira schachmatt setzen, mit einem Mann mehr und einer 1:0-Führung. Darum ist es umso bitterer, dass man zwei Punkte herschenkt. Aber es ist falsch, Trübsal zu blasen. Ich habe vorher schon gesagt, wir brauchen noch zwei, drei Wochen, das hat man heute gesehen. Wir haben nicht schlecht gespielt, sind aber doch noch extrem ausbaufähig. Es war ein guter, solider Start."

Andreas Herzog (Admira-Trainer): "Wir haben in der Offensive weniger Aktionen gehabt, wie ich erhofft hatte. Kurz vor Schluss noch in Unterzahl, da kann dir oft eh nur eine Standardsituation helfen, die haben wir zum Glück genützt. Jetzt ist die Heimreise um einiges schöner. Es ist eine junge Mannschaft, wir hatten drei Spieler, die heute zum ersten Mal im Profifußball gespielt haben, da musst du über das eine oder andere hinwegsehen. Aber wir werden von Monat zu Monat stärker, wenn die Burschen reifen werden, dann haben wir eine ganz gute Truppe. Heute war es zum Schluss ein glücklicher Punkt. Vom Defensiverhalten war es okay, teilweise haben wir den Gegner zu einfach zu Chancen kommen lassen, da müssen wir noch arbeiten."

Ticker-Nachlese WSG Tirol - FC Admira:


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