Blanik fordert in Tirol eine Widmungsabgabe

Boden ist unser kostbarstes Gut und nicht vermehrbar“, kritisiert SPÖ-Abgeordnete Elisabeth Blanik. Die fortschreitende Versiegelung sei ein Problem und beschleunige die Klimakrise. Für Blanik benötigt es endlich Mobilisierungswerkzeuge wie eine Widmungsabgabe.

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In Tirol gibt es 3000 Hektar Bauland, das derzeit allerdings brachliegt.
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Die Wogen um die Widmung ins Natura-2000-Gebiet Karwendel in der Gemeinde Gnadenwald gehen weiter hoch. „Gnadenwald zeigt einmal mehr den sorglosen, kapitalgetriebenen Umgang mit der Ressource Boden. Boden ist unser kostbarstes Gut und nicht vermehrbar“, kritisiert SPÖ-Abgeordnete Elisabeth Blanik. Die fortschreitende Versiegelung sei ein Problem und beschleunige die Klimakrise. Für Blanik benötigt es endlich Mobilisierungswerkzeuge wie eine Widmungsabgabe. Um diese umzusetzen, müssten gesetzliche Änderungen auf allen politischen Ebenen beschlossen werden.

Blanik spricht sich auch für die Sozialpflichtigkeit des Eigentums in der Verfassung aus, wie es bereits in Deutschland und in der Schweiz der Fall ist. Eine Widmungsabgabe für schon gewidmete Flächen würd­e außerdem eine Mobilisierung bewirken und andererseits könnte das Geld zweckgebunden für Renaturierungen verwendet werden.

Der Landesbeirat für Dorferneuerung hat in seiner jüngsten Sitzung die Bereitstellung von zusätzlich 2,3 Millionen Euro für Projektförderungen im Zug­e der Dorferneuerung, Ortskernrevitalisierung und Lokalen Agenda 21 beschlossen. Die damit verbundene Realisierung von 49 Projekten löst ein wirtschaftliches Auftragsvolumen von 15 Millionen Euro aus. Für LR Johannes Tratte­r (ÖVP) bringen die Förderungen einen klaren Mehrfachnutzen mit sich. „Jeder Euro, der in konkrete Vorhaben investiert wird, erhöht sowohl die Lebensqualität als auch die Attraktivität der Gemeinden.“ (pn)


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