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Oma und Opa: Einst gebrechlich, heute starke Familien-Stütze

Heute findet erstmals der „Welttag der Großeltern“ statt. Die Initiative des Papsts soll auf deren Pandemie-bedingte Einsamkeit hinweisen. Dabei sind Pensionisten heute aktiver denn je.

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Altersschwache Oma? Von wegen – Großeltern sind heute agil und eine wichtige Stütze der Familie.
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Von Judith Sam

Schon in den Märchen der Gebrüder Grimm spielen Großeltern eine tragende Rolle: So sagte Rotkäppchens Mutter zu ihrer Kleinen: „Da hast du ein Stück Kuchen und eine Flasche Wein, bring sie der Großmutter. Sie ist krank, alt und schwach und wird sich daran laben.“ Für den folgenden Artikel ist nicht wichtig, ob Rotkäppchens Oma ein Alkoholproblem hat, wenn sie alleine eine Flasche leert, sondern dass sie das damals wohl gängige Bild eines Pensionisten verkörpert – betagt, krank und hilfsbedürftig.

Heute, knapp 200 Jahre später, stehen Großeltern hingegen oft energiegeladen und aktiv im Leben. „Umspannt ihr Alter doch eine ganze Generation – manche bekommen mit 40 Jahren Enkel und haben ein Drittel, ja die Hälfte ihres Lebens vor sich, andere mit 80 Jahren“, sagt Rudolf Wiesmann. Der Fachreferent für Altenseelsorge der Diözese Innsbruck sieht in Großeltern wichtige Säulen der Familie: „Sie sind für ihre Enkel Lehrer, Bezugsperson, wahren die Tradition, kennen die Familiengeschichte und beten, wenn in der Schule Prüfungen anstehen.“


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