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Stierhirte, weil es keinen schöneren Urlaub gibt

Mit 81 Jahren wacht Franz Hiesel über das Wohlergehen von 50 Stieren auf der Gampernunalp über Flirsch. Eine Aufgabe, die in Tirol einzigartig ist, die viel Gefühl und noch mehr Respekt vor den Tieren verlangt und die vor allem eins ist, seine Erfüllung.

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Franz Hiesel ist Obmann und Hirte der Stieralm Gampernun unter dem Hohen Riffler ober Flirsch
© Böhm/TT

Von Susann Frank

Franz Hiesel sitzt auf einer Bierbank vor seiner Hütte auf der Gampernunalp über Flirsch, Zigarillo-Rauchschwaden ziehen am vom Hut bedeckten Gesicht vorbei, während sein Blick über das Weideland der 1783 Meter hoch gelegenen Alpe schweift. Zwischendrin greift der 81-Jährige zum Fernglas neben sich.

Ausgewachsene Stiere können bis zu 1300 Kilo schwer werden.
© TT/Böhm

Dem Blick des Strengers entgeht somit nichts. Darf es auch nicht. Um seine abgesperrte Terrasse fressen sich keine Kühe, sondern 50 Stiere auf insgesamt 405 Hektar satt. „Diese Aussicht ist das beste Fernsehprogramm. Ich genieße es wirklich täglich“, schwärmt Hiesel. Dann erhebt er sich und bittet seine Gäste in die kleine, aber feine Stube.


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