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Idyllischer Urlaub am Chiemseee: Zum Elterndienst in den Kuhstall

Rund um den Chiemsee laden zahlreiche Bauernhöfe zum Familienurlaub ein. Die Region organisiert dazu geführte Forschertouren. Doch eigentlich treiben sich die Kinder am liebsten auf dem Hof herum.

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Am Bauernhof darf man nicht nur Katzen streicheln.
© SRT-Bild

Sonntagmorgen, 8.30 Uhr, Kleintierhaus: Sechs Kinder kuscheln mit Kaninchen, füttern die Ziege, streicheln das Schaf. Drei Väter stehen sich die Beine in den Bauch, einer noch in Schlafanzug und Pantoffeln, einer mit dampfendem Kaffee in der Hand, der dritte noch gar nicht ansprechbar. Es ist definitiv zu früh für einen Urlaubsmorgen, aber zu spät, um sich zu drücken – der Nachwuchs ist ohnehin wach und fordert sein Recht. Das Kindergeplapper wird immer wieder vom Niesen zweier Väter unterbrochen. „Katzenallergie?“, fragt der eine. „Heuschnupfen!“, sagt der andere. Mitfühlende Blicke bei allen dreien.

Dann schweigen sie wieder und warten, dass es weitergeht: Nach dem Streicheln ist Kälberfüttern angesagt. Dann Pferde striegeln. Dann Reiten. Dabei kann man die Kinder ja nicht alleine lassen! Erst beim Baden sind alle mit der gleichen Begeisterung dabei. Nicht nur im Chiemsee, sondern auch in der Alz, die mit ihrem kühlen, glasklaren Wasser nahe am Bauernhof vorbeifließt.


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