Heftige Böen und Tausende Blitze in Tirol

Erneut zogen gestern starke Gewitter durch Tirol. Größere Schäden gab es nicht.

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In Kirchdorf ließ ein Sturm in der Nacht auf gestern einen Baum auf eine Straße stürzen. Verletzt wurde niemand.
© zoom.tirol

Innsbruck – Der Himmel über Tirol kommt nicht zur Ruhe. Wieder gewitterte es im ganzen Land, so heftige Unwetter wie Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag gab es zum Glück aber nicht. „Es sind uns keine Einsätze gemeldet worden“, heißt es aus der Leitstelle.

Anders sah das wenige Stunden zuvor aus, als Sturmböen und Starkregen mancherorts schwere Schäden anrichteten – wie berichtet, waren besonders das Zillertal und das Unterland betroffen. In Uderns trat ein Bach über die Ufer, vermurte die Umgebung und einen Stall, in dem mehrere Hühner, Ziegen und Schweine verendeten. Gestern liefen dort die Aufräumarbeiten, wie auch in vielen weiteren Teilen Tirols. Eine heftige Böe ließ in Kirchdorf und andernorts Bäume auf Straßen stürzen, mehrere Verkehrswege und Keller waren überflutet. Gegen 17.50 Uhr schlug am Samstag ein Blitz in einem Haus in Absam ein. Trotz eines Blitzableiters geriet der Dachstuhl des Gebäudes in Brand, wie die Polizei gestern berichtet. Durch das schnelle Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehren von Absam und Hall konnten die Flammen aber schnell eingedämmt werden.

📽️ Video | Schwere Unwetterschäden in Tirol

Mehr als 85.000 Blitze

Mehr als 85.000 Blitze wurden zwischen Samstag und Sonntagfrüh in ganz Österreich registriert. Das teilte der Wetterdienst Ubimet gestern mit. In Tirol waren es 6780 Blitze, die bundesweit meisten wurden allerdings in Oberösterreich (21.004), Niederösterreich (20.802) und der Steiermark (19.620) registriert. „Besonders im Westen Österreichs, wo die Gewitter schon am Nachmittag und Abend niedergingen, sorgten ebenjene zum Teil auch für Sturmböen“, sagt Ubimet-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. „80 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit wurden in Bichlbach im Bezirk Reutte gemessen. 94 km/h waren es in Zell am See.“

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Blitzdichte am Samstag.
© ubimet

In Teilen Tirols, aber auch im Pongau und im Großraum Steyr hat es gehagelt. Noch ist die Gefahr für Schäden aber nicht gebannt, denn laut Ubimet können auch heute und morgen an der Alpennordseite wieder heftige Gewitter niedergehen. Erst am Mittwoch und Donnerstag soll sich die Lage zumindest vorübergehend beruhigen. (TT)


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