Prägende Bürgermeister-Ära in Fritzens geht diese Woche zu Ende

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Die Planungen für die große Bahnhofserneuerung brachte BM Josef Gahr noch auf Schiene.
© Domanig

Fritzens – Der nächste Langzeitbürgermeister im Bezirk Innsbruck-Land legt vorzeitig sein Amt zurück: Nach vier Perioden als Ortschef und knapp 30 Jahren im Gemeinderat übergibt Josef Gahr die Amtsgeschäfte in Fritzens mit 31. Juli an Vizebürgermeister Markus Freimüller, wie er von der Fritzner Gemeindeliste. Dieser wird noch im August eine Gemeinderatssitzung einberufen – und dort als Nachfolger kandidieren.

„Ich war bis zum Schluss jeden Tag voll Tatendrang“, betont Gahr. Doch wenn man so lange den Ton angebe, müsse „ein gewisser Erneuerungsprozess“ her. Auf eine weitere Periode verzichte er auch aus gesundheitlichen Gründen, so der 62-Jährige. An Freimüller, seit drei Perioden im Gemeinderat tätig, könne er mit gutem Gefühl übergeben, freut sich Gahr, der generell das Klima im Gemeinderat lobt.

Nach seinem ersten Einzug 1992 war Gahr überraschend gleich Vizebürgermeister geworden, seit 1998 ist er Ortschef. Damals sei das eine schwierige Entscheidung gewesen, erinnert er sich – doch es gelang, das Amt mit der beruflichen Tätigkeit bei der Raika Wattens zu vereinbaren. Nun könne sein Nachfolger – auch im übertragenen Sinn – einen „aufgeräumten Schreibtisch“ übernehmen. Ganz wichtig sei ihm gewesen, die Planungsvereinbarung für die umfassende Erneuerung des Bahnhofs Fritzens-Wattens noch auf den Weg zu bringen. Dies werde für den nächsten Gemeinderat das Hauptprojekt sein, so Gahr, der aber verspricht: „Zurufe von außen gibt’s von mir sicher nicht.“

Auf seine lange Amtszeit – u. a. mit umfangreichen Investitionen in Kinderbetreuung, Schulen und Pflege, zwei großen Siedlungsprojekten, neuen Straßenverbindungen oder dem Bahn-Megaprojekt Unterinntaltrasse – blickt Gahr zufrieden zurück. Zugleich betont er: „Ich freue mich auf die neue Zeit.“ (md)


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