Weit entfernt von Vorkrisenniveau: Tiroler Tourismus mit Luft nach oben

Während die Industrie bereits die Pandemie ad acta legt, sah sich Tirols Tourismus zuletzt noch weit unter den Vorkrisen-Zahlen.

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Tirols Tourismus kam zuletzt nur mühsam in die Gänge.
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Innsbruck – Vor einer Woche hat Österreichs Industrie die Pandemie aus ökonomischer Sicht im Prinzip für beendet erklärt und sieht sich fast wieder auf Vorkrisenniveau. Davon ist der Tiroler Tourismus noch weit entfernt, wie die zuletzt verfügbaren Tourismuszahlen vom Juni zeigen. So kamen im Juni 520.604 Urlauber nach Tirol, die Tourismus-Betriebe zählten 1,9 Millionen Nächtigungen. Zum Vergleich: 2019 wurden im Juni rund eine Million Gäste und fast 3,4 Milllionen Nächtigungen gezählt – also fast doppelt so viele.

In der bisherigen Sommersaison – also seit dem Lockdown-Ende am 19. Mai – fanden 694.824 Urlauber den Weg nach Tirol und sorgten für rund 2,5 Millionen Nächtigungen – ziemlich genau zwei Drittel davon entfielen auf deutsche Urlauber.

Vor der Pandemie kamen die Tiroler Tourismusbetriebe im Mai und Juni noch insgesamt auf etwa 1,5 Millionen Gäste und 4,7 Millionen Nächtigungen. Immerhin: In der bisherigen Sommersaison blieben die Urlauber durchschnittlich 3,6 Tage in Tirol und damit deutlich länger als vor zwei Jahren. Damals lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 3,1 Tagen.

Die starken Sommermonate sind allerdings noch nicht berücksichtigt. Mai und Juni machten in einem Vor-Covid-Sommer in der Regel rund 21 % aller Sommernächtigungen aus. Der laufende Juli (Zahlen liegen noch nicht vor) und der August sind auch für Tirols Tourismus die stärksten Sommermonate.

Zuletzt schien sich der Tourismus langsam wieder zu erholen, wenngleich vor allem Innsbruck immer noch unter dem praktisch ausbleibenden Kongress-und Tagungstourismus und damit vielen fehlenden internationalen Gästen massiv leidet. (mas)


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