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TT-Leitartikel zu Gewaltprävention: Männern zu helfen, schützt Frauen

Viele Tiroler, die etwas gegen ihr Gewaltproblem unternehmen wollen, werden von den zuständigen Stellen abgewiesen. Weil Geld fehlt, mangelt es an Personal. Mehr Budget winkt nicht – weil das Potenzial der Prävention verkannt wird.

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Benedikt Mair

Leitartikel

Von Benedikt Mair

Sie verlieren die Kontrolle. Unzufriedenheit, Frustration, der Ärger über die eigenen Unzulänglichkeiten werden in immer neuen Wellen der Wut ertränkt. Die Ehegattin oder Partnerin zu schlagen ist keine Lösung. Viele Männer wissen das. Und tun es doch immer wieder. Nicht wenige davon wollen in Tirol etwas gegen ihr Problem im Umgang mit Gewalt unternehmen, müssen von den Stellen, die ihnen helfen könnten, aber abgewiesen werden. Es fehlt schlichtweg an Personal. Das Geld ist knapp, mehr derzeit nicht in Aussicht. Die Politik auf Bundes- wie Landesebene tut sich seit jeher schwer, ausreichend finanzielle Mittel für die Arbeit mit Tätern oder jenen, die es werden könnten, bereitzustellen – auch weil das Potenzial dieser Form der Prävention nach wie vor verkannt wird.


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