Lawinenunglück am K2: Stephan Keck zurück in Tirol

Der Kramsacher Extrembergsteiger überlebte einen Lawinenabgang am K2 im Karakorum. Keck war mit zwei weiteren Männern aus Schottland und Spanien unterwegs. Der 68-jährige Schotte starb unter der Lawine.

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Stephan Keck nach der Rettung mit einem Bild seines Partners.
© AFP

Innsbruck – Seit gestern Mittwoch ist der Kramsacher Bergsteiger Stephan Keck wieder zurück in seiner Heimat Tirol. Der 48-Jährige war vor wenigen Tagen am 8611 Meter hohen K2 im Karakorum-Gebirge – dem zweithöchsten Berg der Welt – in eine riesige Lawine geraten.

Der Tiroler Berg- und Skiführer wollte mit zwei weiteren Bergsteigern – dem Schotten Rick Allen und dem Spanier Jordi Tosas – auf einer neuen Route über die Südostwand des Berges zum Gipfel gelangen. Mit dem 68-jährigen Allen war er dabei in einer Seilschaft unterwegs.

In einem Interview nach dem tragischen Ereignis berichtete der Tiroler, aufgewacht zu sein und den toten Allen neben sich liegen gesehen zu haben. Er sei „auf wundersame Weise“ dem Tod entronnen, nicht nur wegen weiterer nachfolgender Lawinen. Auch durch die rasche Rettung vom K2 hätten er und der Spanier überlebt.

Der K2 gilt als der gefährlichste aller 14 Achttausender. Bei ihrer Rettungsaktion hätten die Einsatzkräfte auf dem Berg drei weitere tote Bergsteiger entdeckt. Diese dürften bereits im Februar zu Tode gekommen sein.

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Stephan Keck ist seit Jahren weltweit in Sachen Bergsteigen unterwegs. Er stand u. a. auf dem Shisha Pangma (8013 Meter) und führte als Expeditionsleiter Bergsteiger auf andere Achttausender. Nach den verheerenden Erdbeben in Nepal organisierte der Kramsacher außerdem Hilfstransporte für die Bevölkerung. Auch die Tour auf den K2 war einem karitativen Zweck gewidmet. Die drei Bergsteiger wollten Spenden für Flüchtlingskinder aus Myanma­r sammeln. (TT)


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