Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Bränden auf Sardinien

Experten untersuchen, ob es sich bei den Feuern in der Provinz Oristano um schwere fahrlässige Brandstiftung handelt. Die Löscharbeiten gehen indes weiter.

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Verdächtige gibt es offenbar noch nicht. Die Wiederaufforstung der Wälder wird Jahre dauern.
© FILIPPO MONTEFORTE

Cagliari – Nach den verheerenden Bränden im Westen der Urlaubsinsel Sardinien hat die italienische Staatsanwaltschaft Medienberichten zufolge Ermittlungen eingeleitet. Experten untersuchten, ob es sich im Zusammenhang mit den Feuern in der Gegend um den Berg Montiferru (Monte Ferru) in der Provinz Oristano um schwere fahrlässige Brandstiftung handle, bestätigte ein Staatsanwalt der Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch.

Laut Ansa gibt es noch keine Verdächtigen. Die Flammen hatten große Zerstörungen angerichtet. In Sardinien kämpfte die Feuerwehr Medienberichten zufolge auch am Mittwoch weiter gegen Brände. Löschflugzeuge und Hubschrauber unterstützen die Einsatzkräfte am Boden. Für Mittwoch hatte die Zivilschutzbehörde in vielen Regionen Sardiniens wieder erhöhte Brandgefahr vorausgesagt.

Wiederaufforstung dürfte bis zu 15 Jahre dauern

Die Flammen wüteten seit dem vergangenen Wochenende in Wäldern, an Gebäuden und in Touristengegenden. Vor Ort erzählten Bewohner, Feuer und Qualm seien vom Strand aus zu sehen gewesen. Tausende Hektar Land verbrannten und Hunderte Tiere fielen dem Feuer zum Opfer, wie der Landwirtschaftsverband Coldiretti erklärte. Die Wiederaufforstung der Wälder dürfte demnach bis zu 15 Jahre dauern.

Hitze, Trockenheit und starke Winde hatten zur schnellen Ausbreitung der Flammen beigetragen. In italienischen Medien tauchte zuletzt immer wieder die Hypothese auf, ein geparktes Auto, das Feuer fing, könnte zum Ausbruch der Brände beigetragen haben. (dpa)

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