Publikumsfavorit Erler im Kitzbühel-Achtelfinale ausgeschieden, Ruud weiter

Lokalmatador Alexander Erler, der noch am Vortag mit seinem Sieg gegen Carlos Alcaraz aus Spanien überrascht hatte, zog im Duell mit dem Schweden Mikael Ymer mit 2:6,3:6 den Kürzeren.

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Alexander Erler.
© BARBARA GINDL

Kitzbühel – Beim Tennis Generali Open in Kitzbühel ist am Mittwoch der letzte Österreicher im Einzel im Achtelfinale ausgeschieden. Lokalmatador Alexander Erler, der noch am Vortag mit seinem Sieg gegen Carlos Alcaraz aus Spanien überrascht hatte, zog im Duell mit dem Schweden Mikael Ymer mit 2:6,3:6 den Kürzeren. Ymer darf nun im Viertelfinale auf ein Match mit dem topgesetzten Norweger Casper Ruud hoffen. Die Segel streichen mussten auch Roberto Bautista Agut und Albert Ramos-Vinolas.

Publikumsfavorit Erler startete mit einigen Problemen ins Match. Das erste Service ließ ihn häufig im Stich, wodurch der Kufsteiner in jedem Aufschlagspiel kämpfen musste. Bis zum Stand von 2:3 aus Erlers Sicht ging das gut, seinen fünften Breakball nützte Ymer aber zur 4:2-Führung. Dem Schweden gelang es gut, Erlers Vorhand zu entschärfen. Der Tiroler wiederum nutzte seine Breakchancen nicht und gab sein Service auch zum 2:5, so dass Ymer nach 42 Minuten Satz eins mit 6:2 für sich entscheiden konnte.

Im zweiten Durchgang erwischte Erler den besseren Start und schaffte mit viel Unterstützung Ymers - der Schwede bauteverzeicnete beim Service gleich drei Doppelfehler - ein Break zum 1:0. Die Qualität im Match baute aber ab, beide Spieler zeigten sich fehlerhaft. Ymer gelang jedoch bei einsetzendem Nieselregen das Rebreak zum 2:2, auch Erler unterliefen in diesem Game zwei entscheidende Doppelfehler. Das dürfte der Knackpunkt im Spiel des 337. der Weltrangliste gewesen sein. Erler gab sein Service schließlich noch zum 2:4 ab, die zwei Breaks Vorsprung ließ sich Ymer nicht mehr nehmen und verwertete seinen ersten Matchball nach 1:20 Stunden zum 6:2,6:3-Erfolg.

Der Schwede zeigte sich nach seinem Erfolg zwar froh über den Aufstieg ins Viertelfinale, bekannte aber auch, dass es noch Potenzial für Verbesserungen gibt. Für Erler hatte Ymer lobende Worte parat: "Er hat gestern einen sehr guten Spieler geschlagen. Heute war er wahrscheinlich etwas nervös. Aber Österreich hat da jemanden, auf dem man sich in Zukunft freuen kann."

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Ruud weiter

Ymer trifft nun auf Ruud, Nummer 14 der Weltrangliste. Der Norweger musste zunächst rund zwei Stunden warten, bis er nach einer Regenunterbrechung auf den Platz durfte. Das Match gegen den Spanier Mario Vilella Martinez war dann zu später Stunde alles andere als ein leichtes Spiel für den 22-Jährigen. Ruud gewann nach anfänglichen Schwierigkeiten Satz eins mit 7:5, verlor allerdings den zweiten Durchgang gegen den stark spielenden Iberer mit 5:7. Satz drei und damit das Match war nach 2:19 Stunden mit 6:4 eine Beute des Favoriten.

Zuvor hatten sich die Nummer zwei und die Nummer vier des Turniers verabschiedet. Der an Nummer zwei gesetzte Spanier Roberto Bautista Agut verlor in einem drei Stunden dauernden Krimi etwas überraschend gegen seinen Landsmann Pedro Martinez mit 4:6,7:6(5),5:7. Für den 33-jährigen Agut, immerhin Weltranglisten-16., war damit in Kitzbühel bereits nach einem Match Endstation. Das gleiche Schicksal ereilte Albert Ramos-Vinolas, der an Nummer vier gereihte Spanier unterlag Dennis-Novak-Bezwinger Gianluca Mager aus Italien mit 6:7(3),6:1,5:7.

Filip Krajinovic, die Nummer drei in Kitzbühel, stieg hingegen ins Viertelfinale auf. Der Serbe besiegte den Spanier Carlos Taberner 6:3,2:6,6:4. Ebenfalls in der Runde der besten Acht stehen der Franzose Arthur Rinderknech nach einem Dreisatzsieg gegen den Dänen Holger Vitus Nodskov Rune, der Slowake Jozef Kovalik, der den Tschechen Jiri Vesely ebenfalls in drei Sätzen bezwang, sowie der Deutsche Daniel Altmaier durch einen Zweisatzerfolg gegen Marco Cecchinato aus Italien. Der topgesetzte Casper Ruud sollte am Abend noch gegen den Spanier Mario Vilella Martinez spielen, eine Regenunterbrechung sorgte jedoch für eine Verzögerung.

Österreich ist im Turnier noch mit dem Doppel Lucas Miedler/Alexander Erler vertreten. Das Duo besiegte Pablo Cuevas (URU)/Thiago Seyboth Wild (BRA) 7:6(4),6:3 und steht damit im Viertelfinale. Gegner dort sind Ariel Behar (URU)/Guillermo Duran (ARG). (APA)


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