Fast jeder zweite Verkehrstote im ersten Quartal bei Unfällen mit Lkw

Noch nie gab es in diesem Zeitraum in Österreich so viel verunglückte Radfahrer. Ein Rekordtief wird hingegen bei getöteten Pkw-Insassen und Fußgängern verzeichnet.

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Im ersten Quartal 2021 verunglückten 893 Fahrradfahrer, dies ist der höchste Wert in den vergangenen 30 Jahren.
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Wien – Im ersten Quartal 2021 sind in Österreich laut Statistik Austria 48 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen, 6064 weitere wurden verletzt. Damit war diese Zahl so niedrig wie in keinem anderen ersten Quartal in den vergangenen 30 Jahren. Fast jeder zweite Verkehrstote im ersten Quartal (22 Personen) war bei Unfällen mit Lkw zu beklagen. Noch nie gab es in diesem Zeitraum so viel verunglückte Radfahrer.

Von den insgesamt 6112 im Straßenverkehr Verunglückten im ersten Quartal sind 959 auf Unfälle mit Beteiligung eines Lkw zurückzuführen. Das entspricht 16 Prozent aller Verunfallten. Im Vergleichszeitraum der vergangenen Jahre lag der Anteil bei zwölf bis 13 Prozent. Im März 2021 stieg die Zahl der Verunglückten bei Unfällen mit Lkw an und lag mit 389 Personen nicht nur deutlich über den Werten von 2020 (214 Verunglückte, plus 82 Prozent), sondern auch über jenen von 2019 (306 Verunglückte, plus 27 Prozent).

Weniger Verkehr während Lockdowns

Der Rückgang der Verunglückten ist vor allem auf das geringere Verkehrsaufkommen während der coronabedingten Lockdowns zurückzuführen, wobei die Zahl der Verletzten und Getöteten insbesondere während des "harten Lockdowns" in den Kalenderwochen eins bis fünf deutlich sank: Zwischen 4. Jänner und 7. Februar ging die Zahl der Getöteten um 48 Prozent und die Zahl der Verletzten um 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Im März, im Zuge des "Lockdowns light" und erster Öffnungsschritte in Vorarlberg, stieg die Zahl der Verunglückten um 57 Prozent im Vergleich zum März 2020 an (ab Mitte März 2020 galt österreichweit ein "harter Lockdown") und erreichte mit 2447 Verletzten oder Getöteten fast wieder die Werte vom März 2019 (2862 Verunglückte).

Nachdem bereits 2020 der Anteil verunglückter Radfahrerinnen und Radfahrer in den einzelnen Quartalen gegenüber dem jeweiligen Vergleichsquartal gestiegen war, setzte sich der traurige Trend fort: Im ersten Quartal 2021 verunglückten 893 Fahrradfahrer, dies ist der höchste Wert in den vergangenen 30 Jahren (erstes Quartal 2020: 738, erstes Quartal 2019: 726 Personen). Somit waren 15 Prozent aller Verunglückten im ersten Quartal 2021 mit einem Rad unterwegs. Von den insgesamt 893 im Straßenverkehr verunglückten Radlern kamen sechs ums Leben (erstes Quartal 2020: drei). Mehr als die Hälfte davon (vier Personen) waren mit einem E-Bike unterwegs.

Rekordtief bei getöteten Pkw-Insassen und Fußgängern

In den vergangenen 30 Jahren kamen im ersten Quartal noch nie so wenige Pkw-Insassen sowie Fußgänger bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben wie 2021. 26 Pkw-Insassen verunglückten im ersten Quartal 2021 tödlich, 2020 und 2019 waren es je 39 Personen, dies ist 2021 um ein Drittel weniger. Die Zahl der tödlich verunglückten Fußgänger sank um mehr als die Hälfte, von 16 im ersten Quartal 2020 auf sieben Personen 2021.

Im ersten Quartal 2021 verzeichnete Oberösterreich (15 Tote) die meisten tödlich Verunglückten und lag damit zum ersten Mal seit 15 Jahren vor Niederösterreich (zwölf). Die Hauptunfallursache bei tödlichen Unfällen war generell nichtangepasste Geschwindigkeit, dies kostete 24 Menschen ihr Leben (50 Prozent aller tödlich Verunglückten). (APA)


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