„Druck soll von Bürgern ausgehen“: Petition für Autobahn-Einhausung

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Martin Juen, Tom Mayer und LA Markus Sint von der Liste Fritz setzen sich erneut für die Einhausung der A12 im Westen Innsbrucks ein.
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Von Michael Mader

Innsbruck – Schon seit drei Jahren setzt sich die Liste Fritz für die Einhausung der Autobahn bei Sieglanger bzw. Mentlberg ein. Wie berichtet, haben sowohl LA Markus Sint als auch Gemeinderat Tom Mayer entsprechende Anträge im Landtag bzw. Innsbrucker Gemeinderat für eine Machbarkeitsstudie eingebracht. „Das ist ein Riesenthema, das betrifft 25.000 Leute. Lärm macht krank“, erklärt Sint. ÖVP und Grüne hätten den Antrag im Landtag aber abgelehnt und auch im Innsbrucker Gemeinderat war das Ansinnen erfolglos. Sint nennt das engstirnig, kleinkariert und mutlos. Dabei habe das von Architekt Harald Schweiger angedachte Projekt erhebliches Potenzial. „Die zwei mal 900 Meter lange Einhausung würde laut Experten 100 Millionen Euro kosten, dafür könnten aber 100.000 Quadratmeter an Raum gewonnen werden. Auf der Einhausung könnten wir zum Beispiel auf nur einem Drittel der Fläche 2000 Micro-Häuser für 4000 Studenten schaffen“, weiß Mayer. Zudem müsse die hier befindliche alte Lärmschutzwand sowieso ausgetauscht werden, was bis zu 20 Mio. Euro koste.

„Alleine die Umfahrung Fügen kostet 98 Millionen Euro und das betrifft etwa ein Zehntel der Leute und der von Bürgermeister Georg Willi favorisierte Tunnel ist laut meinen Informationen aus dem Ministerium sowieso schon gestorben“, sagt Sint.

Neue Anträge für eine Machbarkeitsstudie will die Liste Fritz vorerst aber keine mehr einbringen. „Vielmehr soll der Druck jetzt von den Bürgern ausgehen. Da sind wir mit der Bürgerinitiative in Kontakt. Das Ganze soll über eine Online-Petition erfolgen“, verrät Sint.

Danach sollen Gespräche mit Stadt und Land folgen. „Vielleicht geht es ja, wenn wir gemeinsam einen Antrag einbringen, nicht nur die Liste Fritz“, meint Sint.


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