Nach Panne bei ISS: Laut Roskosmos wieder Ordnung auf Raumstation

Ein fehlerhaftes Andockmanöver des russischen Forschungsmoduls „Nauka“ an der ISS sorgte für einen Schockmoment. Die NASA verlor für eine Stunde die Kontrolle über die Position der Raumstation.

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Baikonur, Atlanta, Moskau – Nach einer Panne an der Internationalen Raumstation ISS setzen Experten die Inbetriebnahme des neuen Weltraum-Labors "Nauka" (Wissenschaft) fort. Die Spezialisten arbeiteten vom Flugleitzentrum aus an den Triebwerken des neuen Moduls, um so die Sicherheit der ISS und der Besatzung zu gewährleisten, teilte die Raumfahrtbehörde Roskosmos am Freitag in Moskau mit.

Wegen einer ungeplanten Anschaltung der Triebwerke war die ISS in der Nacht stark in Bewegung geraten. "Auf der ISS ist Ordnung", schrieb Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin später im Kurznachrichtendienst Twitter. "Die Kosmonauten ruhen sich aus. Das empfehle ich Ihnen auch", riet er nach der Aufregung auch bei der NASA in den USA um den Zwischenfall.

"Das war ein sehr schwieriger und wichtiger Sieg für uns!", meinte Rogosin in einer Antwort auf Glückwünsche aus den USA zu dem erfolgreichen Andocken des Moduls, das acht Tage unterwegs gewesen war. Am Freitagabend sollten nach den Arbeiten der Spezialisten die Schleusen geöffnet werden - zuerst zum Modul "Swesda" (Stern) und danach zum neuen russischen Modul "Nauka".

Das Labor war am 21. Juli vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan in Zentralasien gestartet und dockte am Donnerstag plangemäß um 15.29 Uhr MESZ am Außenposten der Menschheit an. Roskosmos-Chef Rogosin kündigte für den 24. November den Start eines weiteren Moduls an, das künftig das Andocken von Raumschiffen verbessern soll.

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Als Mehrzweckmodul ist "Nauka" vorrangig für die Forschung gedacht. Das Modul soll aber auch als Mannschaftsquartier mit eigenem Lebenserhaltungssystem dienen. An Bord gibt es auch eine Toilette. Es misst 13 mal 4,11 Meter und wiegt mehr als 20 Tonnen. Eigentlich sollte "Nauka" schon 2007 ins Weltall gebracht werden. Probleme hatten aber zu Verzögerungen geführt. Das letzte Modul hatte Russland vor elf Jahren zum Außenposten der Menschheit geschickt. (APA/dpa)


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